Der Ruhrpark ist im Umbruch

So soll es 2014 in etwa aussehen: Das Modell des Einkaufszentrums an der A40. Foto Thomas Schild
So soll es 2014 in etwa aussehen: Das Modell des Einkaufszentrums an der A40. Foto Thomas Schild
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Bis zum Jahr 2014 soll ein Großteil der Umbauarbeiten abgeschlossen sein. Die Anwohner fürchten eine höhere Verkehrsbelastung

Harpen..  Mit einer Bürgerversammlung im Amtshaus Harpen startete das Bebauungsplanverfahren 818 (Ruhrpark). Bis zum 6. Juli können Bürger Stellungnahmen zum Umbau des Einkaufszentrums in Harpen abgeben.

Der Umbau des Ruhrparks soll – wie bereits berichtet – in mehreren Phasen erfolgen. Ein Großteil der Arbeiten soll bis 2014 abgeschlossen sein. Dabei bleibt die Größenordnung der Flächen unverändert, allerdings gibt es eine Gebäude- und Strukturveränderung, die bereits mit dem Umzug des Media-Marktes eingesetzt hat. Zugleich soll ein „Rundlauf“ geschaffen werden, so dass zukünftig die Besucher trockenen Fußes „eine Runde durch den Ruhrpark drehen können“, wie das Planungsbüro „Maas und Partner“ betonte.

Die Stadt möchte zeitgleich alle Planungen in einem Bebauungsplan (818) bündeln, da derzeit noch drei verschiedene Altpläne für das Gebiet des Einkaufszentrums gelten. Bei einer Bürgerversammlung wurde das Bebauungsplan-Verfahren offiziell eingeleitet.

Von Seiten der Bürger gab es dabei einerseits Zustimmung für die Pläne, den Ruhrpark schöner zu machen. Andererseits wurden aber starke Bedenken geäußert, dass sich dadurch die Verkehrsbelastung für die Anwohner (beispielsweise auf der Alten Werner Straße oder am Kohlleppelsweg) erhöhen würde.

Mangel an Schutzmaßnahmen

Die Anwohner bemängelten, dass die Stadt in den letzten Jahren zu wenig für den Schutz der Anwohner (wie Lärmschutzmaßnahmen) getan habe. Frank Pflüger von der Stadtplanungsfirma Heinz Jahnen Pflüger betonte, dass durch die Umbaumaßnahmen der Verkehr im Ruhrpark voraussichtlich um fünf bis zehn Prozent ansteigen werde. Die genauen Zahlen würden aber erst nach Fertigstellung des Verkehrsgutachtens vorliegen. Die Anwohner forderten, den Gesamtverkehr rund um den Ruhrpark in die Berechnungen einfließen zu lassen und Schutzmaßnahmen für die Anwohner mit einzuplanen. Bezirksbürgermeisterin Susanne Mantesberg betonte, dass auch die Bezirksvertretung die Verkehrsbelastung in Harpen als „hoch“ bewerte. Daher haben alle Parteien gemeinsam die Erstellung eines Verkehrskonzeptes Bochum-Nord, welches den Ruhrpark einschließt, nachdrücklich gefordert.

Eine erste Verkehrs-Analyse liegt mittlerweile vor, die Verkehrsplaner haben „bisher aber noch keine umsetzbaren Vorschläge zur Verkehrsreduzierung“ vorgelegt, so die Bezirksbürgermeisterin. Mantesberg sagte zu, dass weiter an einer Lösung der Verkehrsprobleme gearbeitet werde und zu einer zusätzlichen Bürgerversammlung einladen werde, sobald das fertige Verkehrskonzept vorliege.

Bürger haben bis zum 6. Juli die Möglichkeit, den Bebauungsplanentwurf samt bisher vorliegenden Anlagen im Amtshaus Gerthe und technischen Rathaus einzusehen. Bis zu diesem Datum können auch Stellungnahmen zum Verfahren im Stadtplanungs- und Bauordnungsamt (Amt 61) abgegeben werden. Teilnehmen kann man auch im Internet unter: www.o-sp.de/bochum