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„Ausreden gibt es nicht“

08.02.2012 | 16:12 Uhr
„Ausreden gibt es nicht“
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Harpen.  Norbert Lammert war am Vinzentiustag in der Heilig-Geist-Gemeinde zu Gast und sprach über Ökumene.

Mit einem ökumenischen Gottesdienst und einem Referat von Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert wurde in Harpen der Vinzentiustag 2012 begangen.

Zum mittlerweile 23. Mal fand der Vinzentiustag statt, mit dem die katholische Heilig-Geist-Gemeinde und die evangelische Kirchengemeinde Harpen ihre ökumenische Verbundenheit ausdrücken.

Der „Traum nach der einen Kirche“ stand dabei sowohl beim ökumenischen Gottesdienst in der Heilig Geist-Kirche als auch bei dem anschließenden Vortrag über „Die Krise – die Christen – die Zukunft“ im Mittelpunkt des Geschehens.

Trennung der Christenheit ist ein Skandal

Im bis auf den letzten Platz besetzten Saal des Jugendheimes am Apostelplatz rief Bundestagspräsident Lammert die Christen beider Kirchen dazu auf, gemeinsam „Verantwortung für die Schöpfung“ zu übernehmen. Für Christen gebe es die Ausrede „das geht mich nichts an“, nicht, so Lammert. Das prominente Gemeindemitglied von Heilig Geist betonte in seiner engagierten Rede vor rund 150 Zuhörern, dass jeder Einzelne aktiv werden müsse: „Wir müssen etwas tun“, denn insbesondere „die Trennung der Christenheit ist ein Skandal.“

Gemeinsam mit Pfarrer Dr. Gerald Hagmann von der evangelischen Kirchengemeinde Harpen bereitet Lammert derzeit ein Impulspapier vor, welches der Ökumene neuen Schwung geben soll. Lammert greift damit seinen Aufruf für einen ökumenischen Aufbruch auf. Erste Ideen dafür stellten Lammert und Hagmann im Rahmen des diesjährigen Vinzentiustages den evangelischen und katholischen Gemeindemitgliedern vor.

Dafür gab es viel Beifall der zeigt, Ökumene hat eine Zukunft, und das besonders in Harpen. Denn dort finden alle zwei Wochen ökumenische Bibelgespräche statt. Weitere Informationen gibt es unter  23 19 12.

Christian Schnaubelt

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Kommentare
11.02.2012
00:53
„Ausreden gibt es nicht“
von cwkl | #1

aus der FAZ vom 23.9.11
"[...] Der Papst ging nicht auf den Wunsch kirchlicher Reformgruppen und der EKD ein, gemeinsame Eucharistiefeiern von Katholiken und Protestanten zuzulassen. Er betonte, eine Annäherung der getrennten christlichen Kirchen könne nicht in Form eines Kompromisses ausgehandelt werden: „Der Glaube der Christen beruht nicht auf einer Abwägung unserer Vor- und Nachteile. Ein selbstgemachter Glaube ist wertlos. Der Glaube ist nicht etwas, was wir ausdenken und aushandeln.“ Vielmehr komme es darauf an, gemeinsam im Glauben zu wachsen, betonte Benedikt: „Nur durch tieferes Hineindenken und Hineinleben in den Glauben wächst Einheit.“ Auf diese Weise sei die Ökumene in den vergangenen 50 Jahren stark vorangekommen. [...]"

Und nun zum Lammert.
"[...] Lammert greift damit seinen Aufruf für einen ökumenischen Aufbruch auf. Erste Ideen dafür stellten Lammert und Hagmann im Rahmen des diesjährigen Vinzentiustages den evangelischen und katholischen Gemeindemitgliedern vor.[...]"

Glaube ist gefragt, keine Ideen.

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