Asiatische Ideen für die heimische Wohn-Dekoration

Innenarchitekt Danni Gustiono in seinem neuen indonesisch-asiatischen Möbelhaus. Er will diesen besonderen Stil in Bochumer Wohnzimmern etablieren. Hier mit den indonesisches Tänzerinnen (v.l.) Lulu, Memi und Kartika, die zur Eröffnung den Tari Soyong, den Schatztanz, aufführten.
Innenarchitekt Danni Gustiono in seinem neuen indonesisch-asiatischen Möbelhaus. Er will diesen besonderen Stil in Bochumer Wohnzimmern etablieren. Hier mit den indonesisches Tänzerinnen (v.l.) Lulu, Memi und Kartika, die zur Eröffnung den Tari Soyong, den Schatztanz, aufführten.
Foto: Fischer
Was wir bereits wissen
Architekt Danni Gustiono bietet Möbel und Einrichtungsgegenstände aus der indonesischen Heimat an. Auch Bettwäsche und Accessoires kreiert er selbst.

Wiemelhausen..  Allein der Laden ist ein Hingucker geworden. Ganz zu schweigen von dem, was sich darin befindet. Sicherlich bleiben Möbel – auch die, die Danni Gustiono entwirft – Geschmackssache. Doch wird seine Geschäftsidee auf jeden Fall Aufmerksamkeit erregen.

Denn der 38-Jährige will ein Experiment wagen und indonesische Einrichtungsgegenstände in Bochumer Wohnzimmern etablieren. „Deutschlandweit bin ich der einzige Anbieter, der den Fokus gezielt auf Möbel aus meiner Heimat legt“, schildert er.

Gustiono stammt ursprünglich aus Jakarta, der Hauptstadt Indonesiens. Sein Werdegang verlief alles andere als geradlinig. Zu Hause studierte er Architektur, wollte jedoch die Welt sehen. „Einfach mal ‘raus“, wie er meint. Frankreich galt als Wunschziel. „Nach dem Studium habe ich gearbeitet und kam viel mit französischen Kunden in Kontakt. Die Sprache konnte ich also.“ Doch wurde daraus nichts. „Ich hätte gerne in Paris gelebt. Aber das war mir zu teuer.“

Gustiono: „Ich war ein Jahr lang arbeitslos. Das wollte ich ändern.“

So ging’s nach Düsseldorf; über Umwege, ergänzende Studien und Fortbildungen landete er in Dortmund. Um nun in Bochum an der Hattinger Straße sein eigenes Möbelgeschäft namens „MDG Eurasia Interior Design“ zu eröffnen. „Der Konkurrenzkampf unter Architekten ist groß. Ich war ein Jahr lang arbeitslos. Das wollte ich ändern.“

Daher hat er seit September ordentlich angepackt, das Ladenlokal gegenüber vom Bergmannsheil vollends renoviert und dekoriert. Nicht nur sein Herzblut steckt in den vier Wänden, in denen sich die unterschiedlichen Ausbildungen Gustionos widerspiegeln sollen. Einrichtungsberatung, Innenarchitektur, Bauzeichnen, Immobilienbewertung: Der Wanderer zwischen den Welten bietet alles aus einer Hand.

Trumpf sollen dabei die Möbel aus Indonesien sein. Der Händler bietet zunächst eine Auswahl in seinem Geschäft an, fertigt aber auch wunschgemäß an. Arbeiten aus Teakholz, teils recycelt, Bambus, Mahagoni gehören zum Portfolio ebenso wie Deko, Schmuck und von ihm kreierte Bettwäsche. „Die handgemachten Wohnaccessoires sollen mit bereits vorhandenen Einrichtungsgegenständen und der Kunden korrespondieren und sie verschönern. Die Materialien der Wohnaccessoires sind Holz, Rattan, Bambus, Glas, Metall, Kokos und weitere natürliche Rohstoffe“, sagt Gustiono – und betont dadurch noch einmal das Konzept, Indonesien den Bochumern ein Stück näher zu bringen.