Nokia-Werbung in Bochum stößt sauer auf
08.01.2013 | 18:28 Uhr 2013-01-08T18:28:00+0100
Bochum. Ein Mobilfunkanbieter wirbt auf vielen Plakaten in der Stadt mit dem irriterenden Satz „Nokia is back!“. Doch kehrt der finnische Handyhersteller tatsächlich nach Bochum zurück? Keineswegs. Denn leider ist mit der Werbung nur ein Handy gemeint. „Ein schlechter Scherz“, finden viele.
Nanu, ist das Werbung oder ein schlechter Scherz? „Nokia is back!“ (zu deutsch: Nokia is zurück!) steht in großen grünen Buchstaben auf vielen Werbetafeln an Bushaltestellen der Stadt. Doch plant der Mobiltelefon-Hersteller tatsächlich seine Rückkehr in die alte Heimat? Keineswegs. Beworben wird auf den Plakaten nur ein internetfähiges Handy.
Die Plakatkampagne der Providerfirma Mobilcom Debitel, für die Nokia ein Geschäftspartner ist, findet deutschlandweit statt. Auch in Bochum . Ausgerechnet, so möchte man anfügen, denn hier hat das große finnische Werk bekanntlich im Jahr 2008 geschlossen. Rund 2700 Mitarbeiter verloren damals ihren Job, hinzu kamen etliche Mitarbeiter von Zuliefererfirmen.
Angesichts der Werksschließung "nicht werbewirksam"
Nicht nur ein älterer Herr findet den Satz „Nokia is back“ vor dem Hintergrund der Bochumer Werksschließung „widersinnig“ und „nicht werbewirksam“. „Ein schlechter Witz“, sagt ein Passant. Eine Dame: „Geschmacklos.“ Viele andere empfinden und formulieren ähnlich.
Verantwortlich für die irritierende Werbung ist die Firma Mobilcom Debitel. Dazu sagt Kerstin Köder, Leiterin Marketing: „Die aktuellen Motive mit der Überschrift ‚Nokia is back‘ sind Teil einer überregionalen bundesweiten Kampagne.“ Der Handyhersteller Nokia sei für Mobilcom Debitel ein wichtiger Geschäftspartner: „Im Zuge unserer Zusammenarbeit wollen ihn in unserer Werbung integrieren. Die Gefühle der Bochumer Bürgerinnen und Bürger zu verletzen, liegt uns fern.“
Hunderte suchen noch heute einen Job
Mit Köpfschütteln reagiert auch Gisela Achenbach auf die Werbung des Telekommunikationsunternehmens. Die 62-Jährige hat jahrelang an vorderster Front für den Erhalt des Riemker Werkes gekämpft und den Untergang hautnah mitbekommen. „Mehrere Hundert der ehemaligen Beschäftigen suchen noch heute einen neuen Job“, sagt sie. „Vor dem Hintergrund ist diese Werbung schier geschmacklos. Ich denke, da hätten die verantwortlichen Werbestrategen vorher etwas besser drüber nachdenken müssen.“

10:27
Ist doch einfach, nach dem NOkia Boykott folgt jetzt der Boykott der Providerfirma Mobilcom Debitel, es gibt genug Alternativen!
Sinnvollerweise sollte der Bürger eh nur bei deutschen Firmen kaufen, die Infrastruktur und Arbeitsplätze schaffen.
Im Mobilfunk-/Festnetzbereich ist das die Telekom.
07:09
Ist das "Nokia-Mutter-Land" eigentlich in der EU und ist das Zahlungsmittet der Euro??????Die Schmarotzer!!!!
07:03
Was sagt uns das?Keine Verträge oder Handys mehr bei Mobilcom-Debitel kaufen.
19:35
Wenn die Stadtverwaltung von Bochum Nokia Diensthandys anschafft, kann Nokia dort auch werben.
14:02
ein großer Provider hätte bei einer bundesweiten Plakatkampagne nichts besseres zu tun, als sich über die verletzten Gefühle einer Mittelgroßstadt Gedanken zu machen, die mal wieder mit den üblichen wirtschaftlichen Veränderungen nicht klarkommt und am liebsten der Vergangenheit hinterherweint? Vielleicht hat ja auch in Hintertupfingen ein kleines Mädchen gerade seine Katze namens Nokia verloren - darüber macht sich wohl keiner Gedanken!?
Wie lächerlich.
13:22
Traurig ist nur, daß das Deutsche Volk ein Kurzeitgedächnis hat! Diese Subventionsnomaden ziehen von Land zu Land und der Deutsche Steuerzahler läßt sich ver.rschen und kauft diese Handys noch! Doppelt bezahlt, einmal über die Steuer und dann noch aus der eigenen Geldbörse!
Armes Deutschland!
Deutsch! Deutsch! Deutsch! Sie können ja ein Handy von Bauknecht kaufen.
12:51
Ne, nicht wirklich.
Das ist nur Werbung.......
Die können ja schlecht die Wahrheit schreiben:
NOKIA IS DEAD
12:26
Als ich das Plakat sah dachte ich "Komisch ! Dead schreibt sich doch ganz anders". Ich hoffe, dass die wirtschaftliche Entwicklung, die NOKIA nach dem Weggang nahm, anderen "Global Playern" eine Warnung sein wird. Der Pott verzeiht keine Untreue. Es wird nicht mehr lange dauern, dann sieht man nur noch auswärtige Opel auf den Straßen des Ruhrgebiets.
Hübsche Idee. Aber leider Sozialromantik.
12:18
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11:15
aber Eiphone und Galaxys aus Fernost kaufen, ja ja. Massenprodukte in D haben eh keine Zukunft und wären zu teuer. Evt. in ein paar Jahrzehnten wenn ggf. die Löhne/Arbeitsbedingungen in den Fernostländern angepasst werden, dann könnten solche Hersteller auch wieder in D produzieren. Und große AG`s wollen nur Profit, dies sind keine Fam.Unternehmen, der Mitarbeiter is nur ne Nummer.