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Noch eine Chance

12.09.2008 | 20:55 Uhr

KOMMENTAR So ein Kerl wie Jochen Schroeder, der seit Jahren im Haifischbecken des freien Privattheaters unterwegs ist, fällt schon wieder auf die Füße - so könnte man denken. Doch diesmal hat's ihn schwer erwischt. ...

... Seit 14 Jahren hält Schroeder am Ostring die Fahne des Boulevardtheaters hoch, was ihm Respekt (von Seiten der Theaterfreunde) und Ärger (von Seiten der Gläubiger) eingebracht hat. Dass die keineswegs mehr zeitgemäße Bühne einer dringenden Renovierung bedarf, ist ebenso unbestritten wie die Tatsache, dass die Konkurrenz an leichtgewichtiger Unterhaltung um ihn herum größer geworden ist. Umso neugieriger schaut Schroeder auf andere Boulevardtheater, die längst öffentliche Subventionen einstreichen, die ihm bislang verwehrt bleiben. Umso nobler die Geste der Stadt, der angeschlagenen Comödie mit günstigen Konditionen zumindest so lang unter die Arme zu greifen, dass Schroeder sein Gesicht wahren und den Abonnenten für ihr Geld etwas bieten kann. Irgendwas muss dran sein an ihm oder seinem Angebot, dass man ihm diese Chance noch einmal gibt. Dennoch: Die Comödie bleibt ein heikler Fall.

Sven Westernströer

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Kommentare
29.09.2008
22:38
Noch eine Chance
von GittaEN | #1

Wieso erhält Schroeder keine Subventionen? Sind hundertausende Euro, die er der Stadt schuldet und somit dem Steuerzahler, und sie nicht zurückzahlen muss keine Subventionen??? Die letzten drei gagen der Schauspieler wurden vom Arbeitsamt bezahlt, also Steuerzahler, sind das keine Subventionen??? Er bekommt für neue Produktionen Mieterlass für die Aula, sind dass keine Subventionen??? Wenn er für die nächsten Stücke den Schauspielern die gage nicht zahlt, zahlt es wieder das Arbeitsamt..keine Subventionen??? Die Aula hat Schroeder verkommen lassen...es wurde ja nicht mal mehr geputzt....billig, billig...zu teuren Eintrittspreisen....

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