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Festival-Bilanz

„Nicht zu glauben, was hier bei Bochum Total abgeht!“

09.07.2012 | 06:00 Uhr
Das war wieder ein Spaß: Bochum Total 2012 begeisterte die Massen.Foto: Ingo Otto

Bochum.   Am Sonntag, 8. Juli, dem vierten Festivaltag von Bochum Total 2012, zogen die Macher für die 27. Ausgabe des Musikfestivals eine zufriedenstellende Bilanz: Mehr als eine halbe Million Menschen hatten die Konzerte besucht.

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Knapp 500.000 Besucher, fast durchgehend gutes Wetter, das war Bochum Total 2012.

Bochum Total – alles wie immer. Brechend voll, die Innenstadt. Ambitionierte Konzerte, voll aufgedrehte Verstärker. Crowd-Surfer und Festival-Bummler, Kneipenkonzerte und Kleinkunst. Eine Lesebühne, Imbiss-, Getränke- und Krimskrams-Stände. Weit mehr als eine halbe Million Besucher. Die 27. Auflage des kultigen Festivals erschien kaum überraschend, ähnlich gestrickt und ähnlich frequentiert wie jedes Mal. Jedenfalls kam uns Bochumern das so vor.

Auswärtigen Besuchern, die die wundersame „Totalisierung“ einer großstädtischen Innenstadt zum ersten Mal erlebten, sind da anderer Ansicht: „Wir hatten im Umfeld der Bands viele Kreative, Künstler, Agenten und PR-Leute aus Süddeutschland zu Gast, die vorher noch nie hier waren. Von denen haben manche schlichtweg nicht geglaubt, was hier abgeht“, sagt Festivalsprecher Björn Büttner.

Gemeint ist: Die Musik. Die Menschenmassen. Die relaxte Atmosphäre. Und dass dieses ganze, große Bochum-Total-Musik-und-mehr-Paket auch noch bei freiem Eintritt funktioniert. „Die Bilanz ist bis Sonntagmittag absolut zufriedenstellend ausgefallen“, sagt Büttner.

Regenwahrscheinlichkeiten

Bei einer vorausberechneten Regenwahrscheinlichkeit von 70 bis 80 % hatten die Macher – und das Publikum – am Ende noch Glück mit dem Wetter. Bochum Total 2012 kann als durchwachsen durchgehen, zwar mal von Regen übergossen, aber letztlich mit Tendenz zu Sonnenschein: Am wechselhaften Abschlusssonntag hatte sich der Bindfadenregen pünktlich zum Start um 17 Uhr verzogen, so dass zunächst unter blauem Himmel und dicken Sommerwolken auf der 1Live Bühne „Susanne Blech“ in die Saiten, äh Tasten hauen konnten. Bekanntlich ist ja neben einem gewissen Kunstaspekt absolut tanzbarer Synthie-Elektropop das Markenzeichen dieser Band.

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Die H-Blockx sind wieder da, gut gelaunt bei Bochum-Total. Warum Fernsehen mehr wie eine "MP3" sein sollte verraten Sie in unserem Blitzinterview.

Als ein „schönes Element“ bezeichnet Björn Büttner die Wortschatz-Bühne, die sich auf der Viktoriastraße auch in diesem Jahr um die Vermittlung des gesprochenen Wortes bemühte – ein Ansatz übrigens, der schon beim allerersten Bochum Total anno 1986 eine gewisse Rolle spielte. Damals ging es darum, die als „tot“ empfundene Innenstadt künstlerisch-musikalisch-literarisch zu beatmen. Lesegäste wie Juckel Henke, Frank Goosen, Klaus Märkert oder Frau BO-DE setzten diese Absicht der ersten Stunden in diesem Jahr mit ihren Beiträgen um. Das kam an: „Die Leute lassen sich wirklich auf die Verweilsituation vor der Lesebühne ein“, hat Büttner festgestellt.

Bis nachmittags wird aufgeräumt

Heute, am Montag, ist BO-Total 2012 schon wieder Geschichte, noch in der Nacht hatte der Abbau des Festivals begonnen, bis zum späten Nachmittag soll die Innenstadt wieder (auf)geräumt sein. Und dann ist alles wie immer. Bis zum nächsten Jahr!

Bands bei Bochum Total
Fans bei Bochum Total

Jürgen Boebers-Süßmann



Kommentare
10.07.2012
00:11
„Nicht zu glauben, was hier bei Bochum Total abgeht!“
von Hugo60 | #1

Und kein einziger Toter!

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