Neuer Leiter für Telefonseelsorge

Mitte..  Ludger Storch ist der neue Leiter der Telefonseelsorge (TS) Bochum. Gut 50 Kollegen und ehrenamtliche Mitarbeiter begleiteten ihn bei der offiziellen Amtseinführung in der katholischen Familienbildungsstätte.

Das dreiteilige Programm – Andacht, Grußworte und Empfang – eröffnete Stadtdechant Dietmar Schmidt. Zum von Storch gewünschten Bibelwort „Was ihr für den geringsten meiner Brüder getan habt, das habt ihr mir getan (Matth. 25,40)“ betonte er: „Dieses Evangelium zeigt auf, dass man Gott überall erreichen kann, ohne lange Wege zu gehen.“ Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der TS machten das in ihrem täglichen, 24-stündigen Dienst deutlich. Schmidt: „Ihnen gelingt es, bei dieser Arbeit etwas von seiner Nähe aufleuchten zu lassen.“

Auf eine weitere Besonderheit der Telefonseelsorge wies die stellvertretende Superintendentin im Ev. Kirchenkreis Bochum, Pfarrerin Heike Lengenfeld-Brown, beim Verlesen der Beauftragungsurkunde hin: auf die ökumenische Zusammenarbeit seit inzwischen 35 Jahren. Organisatorisch untersteht sie dem Ortscaritasverband.

Seelsorge als gelebte Nächstenliebe

Caritasdirektor Ulrich W. Kemner erklärte deshalb beim Grußwort: „Hier wird Diakonie als gelebte Nächstenliebe getragen.“ Das sei Ausdruck der Verantwortung der Kirche in unserer Zeit.

Für die Ehrenamtlichen der Telefonseelsorge sprach Fritz Schulze (Name von der Red. geändert). Er freute sich über das gute Miteinander seit dem Amtsantritt von Storch am 1. September 2013 als kommissarischer Leiter. Seine Beispiele: „Bei den von Ihnen eingeführten Mitarbeitergesprächen würdigen Sie persönlich die Arbeit von uns Ehrenamtlichen. Sie sind bereit, Verantwortung zu übernehmen, auch mit dem Preis der Unbequemlichkeit.“

Storch trat die Nachfolge von Mechthild Klünemann-Haering an. Der 49-jährige ist Diplom-Theologe und -Sozialpädagoge. Seine Aufgaben umfassen die Verwaltung und die Öffentlichkeitsarbeit, Kontakte zu Gemeinden und zu den Trägern der Telefonseelsorge. Interne Arbeitsschwerpunkte sind die Ausbildung und Begleitung der etwa 70 ehrenamtlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sowie die Leitung des Teams der neun Gruppenleiterinnen, die in der Aus- und Weiterbildung mitarbeiten.