Neuer Busbahnhof wird mit viel Verspätung umgebaut

Veraltet ist der Zentrale Busbahnhof am Hauptbahnhof. Und die Busspuren sind wegen der starken  Belastung mit zahlreichen Flicken aus Kaltasphalt provisorisch repariert worden.
Veraltet ist der Zentrale Busbahnhof am Hauptbahnhof. Und die Busspuren sind wegen der starken Belastung mit zahlreichen Flicken aus Kaltasphalt provisorisch repariert worden.
Foto: Dietmar Wäsche / FUNKE Foto Serv
Der Beginn des Um- und Neubaus des Busbahnhofes am Hauptbahnhof verschiebt sich wohl um anderthalb Jahre. Erst im Herbst 2016 soll es losgehen.

Bochum.. Altmodisch, angeschmuddelt, abgenutzt und relativ eng – so wirkt der Zentrale Omnibusbahnhof (ZOB) neben dem Hauptbahnhof. Und das wird auch noch länger so bleiben, denn der geplante Um- und Neubau des ZOB wird sich um mindestens anderthalb Jahre verzögern.

Kommentar Bereits Ende 2012 hatte die Stadt als Grundstücksbesitzer den Plan einer kompletten Umgestaltung bestätigt. Im Oktober 2013 hatte der Ausschuss für Wirtschaft, Infrastruktur und Stadtentwicklung die geschätzt rund fünf Millionen Euro teure Baumaßnahme abgesegnet. Baubeginn sollte im Frühjahr 2015 sein. Doch daraus wurde nichts. Wie Christoph Matten vom Tiefbauamt jetzt auf Anfrage der WAZ sagte, habe es Verzögerungen bei den baulichen Planungen gegeben. Deshalb seien auch noch keine Fördergelder des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR) genehmigt worden. Wenn alles gut gehe, werde man erst im Herbst 2016 mit den Bauarbeiten beginnen können. „Wir sind zurzeit dabei, die Förderung sicherzustellen“, sagte Matten. Die Stadt will sich mit drei Millionen Euro an der Gesamtmaßnahme beteiligen.

Bushahnhof wird um 5,50 Meter erweitert

Der ZOB ist wegen seiner zentralen Lage eines der Aushängeschilder der ganzen Stadt und mit zehn Linien plus neun Nachtexpressen die größte Drehscheibe für den öffentlichen Nahverkehr. Pro Tag fahren dort 500 Busse ab, in der Spitzenstunde bis zu 32. Diese Belastung hat im Laufe der Jahrzehnte den Zustand der Bussteige und der Fahrbahn stark mitgenommen. Rund um die sechs Halteplätze hatte es aufgrund der enormen Gewichte der Busse bereits mehrfach Absenkungen gegeben, die mit mächtigen Flicken aus Kaltasphalt ausgeglichen wurden. Sehr verbraucht sehen auch die halbrunden Kunststoffdächer aus; sie sind schmutzig und vergilbt. Auch die Optik der Betonmauern, zwischen denen der Fahrgast vom ZOB zu den U-Bahnen gehen muss, ist alles andere als einladend.

Sollten im Herbst 2016 die Bagger tatsächlich ihre Arbeit aufnehmen, wird der Neubau erneut viele Monate dauern, zumal der Busverkehr weiter laufen muss. Danach freilich soll alles luftiger, moderner, behindertengerechter und größer werden, denn der ZOB soll zur Wittener Straße hin um 5,50 Meter erweitert werden. Außerdem werden Fahrradstreifen an der Wittener Straße eingerichtet und die uralten Straßenbahnschienen auf der Kreuzung zum Ostring entfernt.

Keine Veränderungen soll es bei der Fernbushaltestelle geben, sagte Matten. Der Standort sei für den jetzige Bedarf ausreichend.

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