Neue Nachwuchsforschergruppe an der Ruhr-Universität

Forscher der Ruhr-Universität entwickeln neue umweltfreundliche Verfahren zur Herstellung von Chemikalien aus nachwachsenden Rohstoffen. Das Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes fördert das Vorhaben mit rund 1,2 Millionen Euro im Rahmen des Programms „Nachwuchsforschungsgruppen.NRW 2015-2021“. Der Bochumer Biochemiker Jun.-Prof. Dr. Robert Kourist leitet die neue Gruppe „ChemBioCat“. Mit den Fördergeldern werden drei Wissenschaftler für einen Zeitraum von sechs Jahren finanziert.

In absehbarer Zeit wird das Erdöl als wichtigste Rohstoffquelle der Chemie erschöpft sein. Die meisten biobasierten Chemikalien können bislang aber nur schwer anderweitig erzeugt werden. Neue umweltfreundliche Reaktionswege basierend auf nachwachsenden Ressourcen sind nötig. Sowohl chemische Katalysatoren als auch Biokatalysatoren können hierfür dienen. Die Nachwuchsforschergruppe entwickelt Prozesse, bei denen mehrere katalytische Reaktionsschritte in einem Reaktionsgefäß zu sogenannten Tandemreaktionen vereinigt werden. Dadurch entfallen Zwischenschritte, in denen Abfallprodukte entstehen, die aufwendig entfernt werden müssten.