Neue Klinik bietet 36 stationären Patienten Platz
09.02.2010 | 08:00 Uhr 2010-02-09T08:00:00+0100
Bochum. Die Psychotherapie ist von Dortmund-Aplerbeck in einen Neubau an der Alexandrinenstraße gezogen.
Zuwachs auf dem Gelände der LWL-Universitätsklinik Bochum: Seit Sonntag ist hier nun die Abteilung für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie untergebracht, die damit ihren Sitz aus Dortmund-Aplerbeck an die Alexandrinenstraße verlegt hat. Sie bietet Platz für 36 stationäre Patienten und acht Tagesklinik-Patienten. Zu den Behandlungsschwerpunkten gehören Essstörungen, Traumafolgen, Schmerzstörungen und Probleme bei der seelischen Verarbeitung chronischer Krankheiten.
„Wir haben uns schon lange gewünscht, dass die Abteilung hier nach Bochum zieht. So können wir eine Lücke schließen”, sagt Prof. Dr. Georg Juckel, Leiter der LWL-Universitätsklinik. Die Patienten sind am Wochenende umgezogen und mit ihnen zwölf akademische Mitarbeiter und rund 30 Schwestern, Pfleger und Bürokräfte. Die inhaltlichen Schwerpunkte bleiben so wie in Dortmund, neu ist, dass aus der Abteilung eine eigene Klinik geworden ist. Und zwar in einem modernen Neubau, der nach 14 Monaten Bauzeit ein halbes Jahr eher als geplant eröffnet werden konnte.
Vorteil: Die Nähe zur Uni
Ärztlicher Klinikdirektor ist Prof. Dr. Stephan Herpertz, er sagt: „Gründe für den Umzug von Dortmund nach Bochum waren die Nähe zur Ruhr-Uni und auch logistische Vorteile. Der alte Standort lag draußen, weit weg von anderen Kliniken. Hier sind wir nah an St. Josef, Augusta und Bergmannsheil.”
Vier Jahre lang wurde der Umzug geplant. Der Kaufmännische Klinik-Direktor Heinz Augustin zählt einige Eckwerte auf: „Die Kosten belaufen sich auf 5,3 Mio Euro. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe und die Klinik teilen sie sich.” Entstanden ist ein zweigeschossiges Haus mit 3 440 qm Grund- und 1 800 qm Nutzfläche. Bei der farblichen Gestaltung wurde übrigens psychologischer Rat zur Hilfe gezogen. Viel Holz und freundliche Farben sind nun in den Einzel- und Mehrbettzimmern sowie in den Aufenthaltsräumen und auf den Fluren zu sehen.
„Bei uns ist jetzt ein noch intensiveres Angebot möglich. Von der schnellen Akutversorgung bis zur stationären, langen Psychotherapie”, sagt Georg Juckel. Die Aufenthaltszeiten der Patienten in dem Neubau könne bis zu zwölf Wochen und mehr betragen, beispielsweise bei Magersüchtigen. Zur Patientenklientel gehören übrigens auch traumatisierte Lokführer.

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