Neue Bahn für Inlineskater schafft gefährliche Enge
07.08.2012 | 18:42 Uhr 2012-08-07T18:42:00+0200
Bochum. Wegen der anlaufenden Bauarbeiten für die 10 km lange Inlineskaterbahn rund um den Kemnader Stausee ist der Radweg auf einer Teilstrecke auf der Wittener Seeseite gesperrt. Radfahrer und Inlineskater fahren seitdem auf Weisung der Freitzentrum Kemnade GmbH auf der Fußgängerstrecke.
Wenn der Radler dreimal klingelt, drehen Sie sich um: Besucher des Kemnader Stausees müssen bis September besonders gut aufpassen, damit niemand zu Schaden kommt. Denn seit Montag ist ein Teil der Radstrecke gesperrt, weil darauf die neue Skaterstrecke errichtet wird. Folge: Radfahrer und Inlineskater dürfen seitdem den Fußgängerweg mitbenutzen.
„Zur Zeit wird alles ein bischen enger“, sagt Wilfried Perner, Geschäftsführer der Seegesellschaft Freizeitzentrum Kemnade. Er bittet um Rücksichtnahme, damit sich nicht Unfälle häufen.
Abgesperrt ist die Radweg-Teilstrecke auf Wittener See-Seite vom Golfplatz an, unter der Brücke der A 43 hindurch bis etwa hundert Meter vor dem Freizeitbad Heveney . Auf der Bochumer See-Seite fehlen Hinweise. Der erste Bauabschnitt umfasst 500 Meter und soll als Teststrecke dienen. Damit wurde jetzt begonnen.
Strecke wird verbreitert
Bagger sind dabei, dem bisherigen Radweg quasi die Haut abzuziehen, um anschließend den neuen Asphalt für die Skater aufzutragen. Gleichzeitig wird die Strecke auf 3,50 Meter verbreitert, dafür ein schmaler Streifen Rasen entlang des Radwegs abgetragen, um auch dort Schotter und Asphalt anzubringen.
Verlegt werden auch Kabel für die Beleuchtung, denn die neue Skaterstrecke soll illuminiert werden. „Die Erfahrungswerte aus dem ersten Bauabschnitt fließen in die Restausschreibung zum 1. Oktober ein“, kündigte Perner an. Und erläuterte vor Ort noch einmal das Gesamtkonzept:
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19:22
Durch die zusätzliche Inlinerspur wird der Inlinerverkehr am Kemnader See zunehmen, sodass insbesondere an den neuralgischen Punkten, wie z.B. am Hafen Heveney, Café Oveney, Stauanlage Kemnade, gerade keine Verbesserung der Verkehrssituation eintreten wird und schon gar nicht ein Plus an Sicherheit gewonnen wird. Ehr im Gegenteil.
Viel besser wäre es gewesen, eine Spur westlich vom Kemnader See in Richtung Hattingen zu bauen. Dort sind die Wege z.T. gefährlich schmal und eine neue Spur in diesem Bereich könnte das Besucheraufkommen rund um den Kemnader See möglicherweise etwas reduzieren.
00:16
Lieber Herr Perner,
wann veranlassen Sie entsprechende Kontrollen durch die Ordnungsbehörden.
Oder wollen Sie den ersten schweren oder gar tödlichen Unfall zwischen Radfahrern, Joggern oder Skater erst abwarten?
Auch ich sehe jedes mal irgendwelche Wi*er den falsche Weg benutzend.
14:12
Zuletzt war in der WAZ zu lesen, daß Inlineskater auf dem absteigenden Ast sind und dafür Longboards im kommen sind.
Stellt sich die Frage, wer auf die Idee kommt, für eine Nischensportart 4 Mio. € locker zu machen um eine spezielle Strecke um den See zu bauen.
Wenn genug Geld da wäre, ok, wir habens ja....
In Zeiten aber die einem massiven Sparzwang unterliegen eine 4 Mio. teure Anlage für
den Freizeitsport zu bauen zeigt, daß die Verantwortlichen in der Politik nichts, aber auch garnichts im Hinblick aufs Sparen verstanden haben.
Nach wie vor sind die innerstädtischen Straßen sanierungsbedürftig, öffentliche Einrichtungen verkommen, für Kitas ist kein Geld da etc.
Was geht nur in den Köpfen der Politik und Verwaltung vor ? Offensichtlich nicht viel !
18:01
Ich freue mich ja auf die neue Bahn. Dass es dadurch vorübergehend zu Einschränkungen kommen wird, ist klar. Ich muss den anderen zustimmen, dass es bereits jetzt ein Problem ist, dass Fußgänger, Jogger, Skater und Radfahrer auf der falschen Spur unterwegs sind.
Wenn Sie aber schreiben "Radfahrer und Inlineskater dürfen seitdem den Fußgängerweg mitbenutzen." könnte man meinen, dass Inlineskater das sonst nicht dürfen. Inlineskater sind laut StVO aber dazu verpflichtet, den Fußweg zu nutzen. Wenn Sie irgendwo ein gegenteiliges Urteil finden, wechsele ich gerne die Spur.
Also wieder ein typischer Bericht für diese Seite: Inhalt und Rechtschreibung mangelhaft.
16:45
Warum bauen die das nicht im Winter um? So tief friert hier der Boden nicht, als dass man dann nicht mehr arbeiten könnte.
15:21
Das ganze Thema hat Potential..... mal sehen wer sich da wieder alles die Birne einhaut: Skater, Radfahrer, Fußgänger mit Kindern, Rentner mit Hunden, Rentner ohne Hunde - Recht haben sie immer alle - Schuld sind immer die anderen - Böse sind auch immer die anderen..... bla bla blub.....
07:52
Hat sich doch gar nichts geändert. Bisher nutzten doch Skater und Fußgänger auch den Radweg, jetzt nutzen alle eben den Fußweg.
20:10
Da bin ich aber auch mal auf die zukünftige Verteilung der Radfahrer, Fußgänger und Skater rund um See gespannt. Wie von #1 geschrieben, ist heute bereits eine chaotische Verteilung vorhanden, weil sich heute schon keiner an die Vorschriften hält. Auch die diversen Jogger können scheinbar auch keine Schilder lesen oder warum sieht man dann immer 2-3 Jogger nebeneinander auf der Radstrecke?
Wenn sich alle an die Schilder halten würden, dann ist die Skaterbahn bestimmt eine gute Lösung, aber wird es auch funktionieren?
19:11
Das wird witzig. Schon jetzt schaffen Fußgänger und Radfahrer nicht die Strecken auseinander zu halten. Wenn die dritte "Fahrspur" fertig ist, ist das Chaos komplett. Radfahrer bei den Inliner, Fußgänger bei den Radfahrern, Inliner überall und dazwischen noch Kinderwagen, Skateboarder, Nordic-Walker und E-Bikes.
Bin mal gespannt wie groß die Hinweise werden müssen, damit das funktioniert.