Nagelneuer A 40-Rastplatz entsteht
24.09.2012 | 18:29 Uhr 2012-09-24T18:29:00+0200
Bochum. Jahrelang fristetete der Parkplatz Somborn, der genau auf einer Bochumer Enklave an der A 40 – gefühlt tief in Dortmund – liegt, ein armseliges Dasein. Gewisse Mitbürger nutzten ihn als wilde Kippe. Jetzt pflügen Bagger den Boden um: Das Mauerblümchen erlebt einen zweiten Frühling als Rastanlage Beverbach mit reichlich Platz: 47 Pkw und 23 Lastwagen-Stellplätze werden aus dem Boden gestampft.
„Extra für die Lastwagenfahrer bauen wir sogar eine Lärmschutzwand“, erzählt Michael Heun, der für den Bauherrn Straßen.NRW das Projekt betreut. Sie soll den Brummi-Kaptitänen einen geruhsamen Schlaf erleichtern. Menschen, die aus Venlo nach Deutschland (wieder) einreisen, dürfte das Projekt besonders freuen, entsteht dort doch nach genau 84,3 Kilometern die erste Tankstelle auf deutschem Boden neu, nachdem die beiden anderen, Dückerweg und Stahlhausen im Rahmen des Autobahnausbaus verschwunden sind
Langes Projekt
Das Projekt am Mühlenberg war nicht ganz unumstritten. Da Boden versiegelt und Bäume gefällt wurden, muss Ausgleich geschaffen werden. Totholz als Wohnstätten für Insekten und sogenannte Bienenhügel sind angelegt, Bäume sollen gepflanzt werden. Die Arbeiten dauern noch einen guten Monat, 2,5 Millionen Euro lässt sich das Land den Bau kosten.
Doch Autofahrer müssen sich noch eine ganze Weile gedulden. Durch den Bau ist eine Sanierung der A 40 in diesem Bereich vorgesehen. Die Ausschreibungen laufen schon. Es dauert etwa ein Jahr, bis die Strecke neu gestaltet ist. Noch einmal 3,5 Mio Euro kostet der Bau. Obwohl stets in beide Richtungen zweispurig gefahren werden könne, dürfte es auf dem rund 1,5 Kilometer langen Teilstück zu Behinderungen kommen.
Rastplatzbetrieb ab 2013
Noch steht nicht fest, welches Mineralölunternehmen die Konzession zum Betrieb der Park- und Rastanlage bekommen wird. Sicher ist, dass dort ein kompletter Rastplatz mit Gastronomie, Toilettenanlage und Waschmöglichkeiten für die Fernfahrer entstehen soll. Michael Heun setzt darauf, dass es um diese Zeit im nächsten Jahr sowohl die Autobahn wieder frei und auch der Rastplatz seinen Betrieb dort aufnehmen kann.
Die Stadt Bochum wird während der Arbeiten prüfen, ob die als sehr wahrscheinlich geltenden Methanausgasungen wirtschaftlich genutzt werden können. Das Gebiet liegt in unmittelbarer Nähe zu der ehemaligen Zeche Neu-Iserlohn. In der Stellungnahme der Stadt zum Bau des Rastplatzes wird dies berücksichtigt und auf mögliche Gefährdungen durch während der Bauarbeiten ausströmendes Grubengas hingewiesen.

03:48
Das dürften immer noch viel zu wenig LKW-Parkplätze sein. Aber es ist ein Anfang. Das Grubengas allerdings bereitet mir Kopfzerbrechen. Da kann man nur hoffen, dass die Experten auch wissen, was sie genehmigen; ansonsten könnte sich der Standort eines Tages als besonders "heiß" erweisen.
Notwendig ist der Rastplatz aus meiner Sicht aber allemal.
22:54
Welchen Sinn macht denn hier ein neuer Rastplatz? Der Fernverkehr soll doch über das neue Bochumer Autobahnkreuz und die A44 direkt zur A45 fahren! Die kommen doch an dem Rastplatz gar nicht vorbei!
12:53
reichlich Platz wären für mich 300 LKW-Stellplätze.
12:05
@Gandalf:
Mag ja sein, dass vielerorts Lärmschutz fehlt aber deshalb auf Lärmschutz an dem neuen rastplatz zu verzichten und somit einen Rastplatz zu bauen, der nicht von LKW-Fahrern für ihre Ruhezeiten nutzbar ist, erscheint mir wenig sinnvoll.
09:54
@ georgbochum #2
Genau das selbe habe ich beim lesen auch gedacht! Nur schade, dass sich die WAZ zu den wirklich sehr sehr oft vorkommenen Rechtschreibproblemen nicht äußert, bzw. auch nichts daran ändert. Fehler passieren, wir sind alle nur Menschen, ABER ein so großes Blatt sollte eine solche Fehlerquelle durch ein 4- oder 6-Augen-Prinzip minimieren. Hier findet man ja jeden Tag mindestens 3 Berichte, die den Eindruck erwecken, mit der heißen Nadel gestrickt zu sein.
08:51
Bagger "flügen" den Boden um? Oder pflügen sie nicht vielleicht doch eher? Und es werden 47 Pkw aus dem Boden gestampft? Donnerwetter! Um Pkw-Stellplätze kann es sich ja nicht handeln, dann stünde da ja "Pkw- und Lastwagen-Stellplätze".
Hat da versehentlich der Mann vom nächtlichen Wachdienst den Artikel geschrieben und der Korrekturleser ist im Urlaub?
19:32
Ist das nicht herrlich, der Rastplatz wird mit einer Lärmschutzwand versehen, während viele Anwohner an der 40 /43 mit eher schlecht als rechten Lärmschutzplatten oder gar keinen Lärmschutz ausgestattet sind. Die Anwohner die den Lärm seid Jahren ausgesetzt nicht ohne Aussicht auf Besserung.
Oder es wird eine Lärmwand gesetzt die dann sich verfüngt und im Boden verschwindet obwohl es dort eine Wohnbebauung gibt, unverständlich diese Planungen.
Man sollte erstmal anfangen auch den Rest mit Lämrshcutzwänden zu versehen bevor man eine Parkplatz einhaust. Ist ja wie in den neuen Ländern wo sogar Felder mit Lärmschutzwänden versehen werden. Unverständlich.