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Nachbarschaftsstreit in Bochum-Langendreer drohte zu eskalieren

15.11.2011 | 19:24 Uhr
Nachbarschaftsstreit in Bochum-Langendreer drohte zu eskalieren

Bochum. Ein größerer Polizeieinsatz hat sich am Montagabend in Langendreer abgespielt. Ursache war angeblich ein Mann aus Langendreer, der aktiv zur rechtsextremen Szene gehören soll. Auf Nachfrage stellte die Polizei den Fall gestern so dar: Der Mann beleidigte drei Mädchen (13 bis 14) auf der Alten Bahnhofstraße mit üblen Worten. Weil er nicht aufhörte, gingen die Mädchen in ein Geschäft und riefen die Polizei. Der Mann war inzwischen mit einem Auto weggefahren, doch die Kinder hatten sein Kennzeichen notiert.

Zwei Beamte suchten den Mann an einer Adresse in der Nähe - „An der Laake“ - auf, um ihn mit einer „Gefährdeansprache“ von weiteren Beleidigungen abzuhalten. Mittlerweile waren aber Angehörige und Bekannte der Mädchen zu der Einsatzstelle geeilt, mit mehreren Autos. Laut Polizei stießen sie Bedrohungen aus.

Weil die Situation mit insgesamt acht Beteiligten zu eskalieren drohte, riefen die Beamten Verstärkung herbei. Einer Anwohnerin zufolge kamen Mannschaftswagen mit Polizisten im „Kampfanzug“. Laut Polizei wurde der Streit ohne Verletzte entschärft. Wie sie weiter mitteilte, sei es ein reiner Nachbarschaftsstreit zwischen zwei zerstrittenen Familien gewesen. Mit Rechts-Links-Anfeindungen habe der Einsatz nichts zu tun gehabt.

Bernd Kiesewetter



Kommentare
21.11.2011
17:29
Nachbarschaftsstreit drohte zu eskalieren
von LaPorta | #15

Traurig und wirklich betroffen habe ich den Artikel in der WAZ gelesen - und das aus mehreren Gründen!
1. finde ich es beschämend dass eine Nachbarschaft ( An der Laake, angrenzender Eschweg, angrenzende Stiftstrasse) in dem Artikel so dargestellt wird als wäre DORT ein Nachbarschaftsstreit eskaliert, das Szenario fand dort statt,ja. Ich möchte richtig stellen, dass nicht einer der Beteiligten dort wohnhaft ist. Bis vor geraumer Zeit war es sogar eine recht friedliche Nachbarschaft, die sich sicherlich durch starke Hörschädigungen und Sehbehinderungen auszeichnet, jedoch bestehen dort die größten Probleme eher in dem Bereich WER, WANN,WIE putzt. Ist man "reinlich" und grüßt höflich, kann man auch gerne seine ****e kriminelle Familie und Freunde rechter Gesinnung regelmäßig sich dort gebärden lassen wie eine Horde Affen, die in die erste Geschlechtsreife kommen. Doch zurück zu den Beteiligten:
Ein ERWACHSENER MANN ( nicht wohnhaft An der Laake ) pöbelt kleine Mädchen auf der Strasse an, ein erwachsener Mann (in dessen Ideologie übrigens ganz deutlich Maßnahmen für Kinderschänder gefordert werden - 2.:in meinem Menschenbild pöbeln,beleidigen erwachsene Menschen kleine Kinder nicht, schon gar nicht in vulgärer, sexistischer Fäkalsprache an) also beleidigt - wieder einmal - kleine Kinder, die Familien dieser Kinder ( auch nicht wohnhaft An der Laake ) suchen ihn bei seiner Schwester und deren Familie auf ( wo sich dieser Mann aufhält), alles weitere in der Berichterstattung stimmt, bis auf die Niedlichkeit des "größeren" Polizeieinsatzes. Es war schon ein unwirkliches Szenario. Sie kommen von einem Arbeitstag nach hause und müssen sich erst einmal ausweisen, damit sie überhaupt in ihre Strasse einfahren dürfen, oder sie dürfen nicht einfahren und müssen ihr Fahrzeug zunächst woanders parken, um es zu späterer Stunde doch noch in ihre Garage bringen zu können.
Und noch eins stimmt: mit Links hatte das nun wirklich nichts zu tun.

18.11.2011
08:59
Dummheit ist nicht strafbar.
von JollyGreenGiant | #14

Grundsätzlich ist festzustellen, daß Gesetze an sich farbenblind sind. So gelten die Gesetze auf denen insbesondere Eingriffsmaßnamen basieren auch für alle, ob links oder rechts, ob rot oder braun. Und nur so kann und darf es sein. Dummheit und schlechter Charakter ist nicht strafbar und somit ist das Anhängen an eine menschlich verachtenswerte Gesinnung zunächst strafrechtlich nicht relevant. Auch Rechte haben nunmal Persönlichkeitsrechte und dürfen sich ansonsten aller grundgesetzlich verankerten Rechtsmittel bedienen. Wer sich bei aller vorhandenen und nachvollziehbaren Ablehnung dieses abspricht stellt sich im Grunde mit ihnen auf die gleiche Stufe. Der Zweck heiligt eben nicht alle Mittel. Jeder, der fordert, daß alle Maßnahmen und Ermittlungen der Polizei öffentlich präsent gemacht werden würde bei eigener Betroffenheit sofort dagegen Sturm laufen und zu Recht mit Klage drohen. Zudem würde es bedeuten, daß wir die Unschuldsvermutung und die damit verbundene Pflicht vor einer gerichtlichen Verurteilung die Schuld zu beweisen als Eckpfeiler der Rechtsprechung über Bord werfen.

17.11.2011
22:51
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Name von Moderation entfernt | #13

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17.11.2011
19:03
#7
von loewe4908 | #12

Hallo, war grad dabei, ein paar Gedanken aufzuschreiben:

1. Mein Kommentar hat sich auf den Bericht von Herrn Kiesewetter bezogen, dem ich eine völlig unkritische Übernahme des Polzeiberichtes unterstelle. Vielleicht liege ich auch damit falsch, aber so ist nun mal mein Eindruck. Ich würde mir wünschen, es würde mal im direkten Umfeld in Ldreer recherchiert werden, z.B. Geschäftsinhaber, Passanten, etc. gefragt werden
ob eine ständige Bedrohungssituation dort ist.

2. Welchen Nutzen die Polizei daraus zieht, evtl. ein Geschehen herunterzuspielen?
Beruhigung der Bevölkerung; heimliche Sympathien für rechtes Gedankengut.
3. Praktische Lösungen weiß ich auch nicht. Ich kenne mich nicht genug mit den Gesetzen aus Besteht die Möglichkeit an den Hausbesitzer heranzukommen und auf den einzuwirken, den Typen herauszuschmeißen. Aber damit verlagert man das Problem woanders hin. Auf keinen Fall mit Gegengewalt, daß ist komplett falsch. Die Typen wenn sie rumrandalieren immer, wirklich immer wieder, festnehmen, sie aus dem Verkehr ziehen.Vielleicht mit öffentlicher Bloßstellung der ganzen braunen Sauce. Auf jeden Fall die Augen offenhalten, kritisch alles zu hinterfragen und die Öffentlichkeit sensibilisieren. Mit den Leuten in Ldreer über die Sache reden, ihnen klar machen, daß wir hier solche Machenschaften nicht dulden werden. IIn der Bürgerintitiative mitmachen, zur Demo gehen.Ich weiß es auch nicht, aber resignieren hilft nicht.

1 Antwort
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Name von Moderation entfernt | #12-1

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17.11.2011
18:34
Fragen über Fragen aber keine Antworten
von JollyGreenGiant | #11

Ich warte eigentlich immer noch auf eine Antwort und werde vermutlich auch keine bekommen. Wie genau jetzt konkret gegen Rechts? Bin der erste, der bei guten Ideen mitmacht. Kein Antwort auf Fragen ist auch eine und legt auch Zeugnis ab über vorhandene Qualität. Wer doch so genau weiß, was die Polizei nicht oder falsch macht wird doch sicher Verbesserungsvorschläge zur Hand haben.

17.11.2011
18:15
Und bitte schön:
von BrettBumms | #10

was sind das für Verlinkungen??? Bei der "Alten Bahnhofstraße " verlinken sie auf diesen Artikel aus dem Jahre 2008: http://www.derwesten.de/staedte/bochum/langendreer/article1219159.ece

Bei "rechtsextremer Szene" nicht fehlen sollte der Link zu dem doch ganz trefflichen und ganz aktuellen Artikel Ihrer Kollegen Klaus Brandt / David Schraven:

http://www.derwesten.de/region/neonazis-spannen-braunes-netz-an-rhein-und-ruhr-id6078654.html

"Während sich braune Kader früher vor allem rund um die NRW-Zentrale der NPD in Wattenscheid sammelten, dominieren heute „Freie Kameradschaften“ in Langendreer" hat doch viel mehr mit "rechtsextremer Szene" zu tun, als, wie sehr der Bochumer Kripo-Chef rechte Straftaten "ernst nimmt"!

Aber sicherlich kann der Artikel nachgebessert werden und ist in ein paar Tagen gut zurecht.

17.11.2011
17:56
Aber, aber!
von BrettBumms | #9

Seit wann werden denn in der WAZ Artikel mit Permalink umgeschrieben?

Bin gespannt, was hier morgen und in einer Woche geschrieben steht...

17.11.2011
09:49
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Name von Moderation entfernt | #8

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17.11.2011
07:53
Die Spatzen pfeifen immer die Wahrheit?
von JollyGreenGiant | #7

Ich erneuere hier nochmal meine Frage: Welchen Nutzen sollte die Polizei daraus ziehen, einen Vorfall wie den oben genannten herunter zu spielen?
Soweit mir bekannt ist wird von der Polizei derzeit hoher personeller Aufwand in Langendreer betrieben. Es sind sogar ständig Beamte der Bereitschaftspolizei dort im Einsatz. Vor diesem Hintergrund ist es auch völliger Blödsinn, zu behaupten, daß die Polizei Kräfte zusammengezogen hat, weil sie ohnehin bereits da waren.
Weiterhin würde mich interessieren, wie sich den BrettBumms oder loewe4908 die Lösung des Problems aus praktischer Sicht vorstellen. Meckern ist immer einfach, gute Kritik ist immer konstruktiv.

16.11.2011
23:10
Berichterstattung der WAZ
von loewe4908 | #6

Lieber Herr Kiesewetter,
Ich möchte Sie bitten, doch in Ldreer mal bei den Bürgern zu recherieren und nicht immer die S.... der Polizei zu übernehmen. Die Spatzen pfeifen es hier vom Dach, dass es mal wieder ein Angriff der Nazis war.
Ich bekomme schon zu hören von anderen Bochumern: Was ist denn bei euch in Ldreer los?
Kann ich abends noch mit der S-Bahn zu euch fahren. Ist der Weg zu Fuß abends durch die Alte Bahnhofstr. z.B. nach Landau noch sicher? Warst du auf der Demo? Da haben sich doch die Rechten die Leute gemerkt, damit sie dich zu Hause belästigen können (höhö: es war doch eher das LKA da, daß die normalen Bürger beobachtet hat!!!)
Das kann doch nicht sein, daß wir uns hier zur No-Go-Area ala Dorstfeld entwickeln.

Und um das mal ganz klar zu sagen und den Altvorderen den Wind aus den Segeln zu nehmen: Ich bin oft im Teil der Alten Bahnhof Str., der von vielen sog. ordentlichen Deutschen als Ghetto bezeichnet wird. Da bin ich abends noch nie blöd angemacht worden. Obwohl ich schade finde, daß dieser Bereich so vor die Hunde gegangen ist mit den leerstehenden Geschäften. Aber das ist ein anderes Thema (z.B. über Mietwucher?)

Mit viel Wut im Bauch jemand, der eigenltich gerne hier wohnt.

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