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Nach Bochum kommen vorerst keine weiteren Flüchtlinge

01.03.2016 | 17:28 Uhr
Nach Bochum kommen vorerst keine weiteren Flüchtlinge
Nach Bochum werden zunächst keine weiteren Flüchtlinge geschickt.Foto: WP

Bochum.   Die Zuweisung von Flüchtlingen nach Bochum ist bis auf Weiteres gestoppt. Gut 5500 Flüchtlinge leben derzeit in der Stadt. Etwa 4600 von ihnen sind in städtischen Einrichtungen untergebracht.

Von der nächsten Woche an werden Bochum bis auf Weiteres keine weiteren Flüchtlinge zugewiesen. Diese Nachricht erhielt die Verwaltung am Dienstag von der Bezirksregierung. Nachdem die Stadt Ende 2015 noch deutlich unter ihrem Kontingent lag, nach dem Königssteiner Schlüssel hat sie 1,9 Prozent der in NRW untergebrachten Flüchtlinge aufzunehmen, habe sie dieses mittlerweile erfüllt.

Gut 5500 Flüchtlinge leben derzeit in der Stadt. Etwa 4600 von ihnen sind in städtischen Einrichtungen untergebracht, weitere in Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes. Die Plätze werden auf das kommunale Kontingent angerechnet.

Turnhallen sollen freigezogen werden

Wann wieder Flüchtlinge nach Bochum geschickt werden, ist ungewiss. Nach Auskunft von Stadtdirektor Michael Townsend arbeitet die Verwaltung nun intensiv an einem Konzept, wie und wann welche Turnhallen, die mit Flüchtlingen belegt sind, freigezogen werden können. Derzeit leben etwa 1000 Flüchtlinge in 18 Turnhallen. Für sie müssen neue Unterkünfte geschaffen werden. Etwa 1750 Plätze sind beschlossen. Nach bisherigen Hochrechnungen müssten bis Ende des Jahres noch mehr als 2000 weitere Plätze geschaffen werden.

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Bevor in den Turnhallen wieder Schul- und Vereinssport getrieben werden kann, müssen diese nicht nur gereinigt, sondern zum überwiegenden Teil auch saniert werden. Vor einem halben Jahr waren 22 Hallen gesperrt worden. Es hatte sich herausgestellt, dass bei in den 1960er und 70er Jahren fertig gestellten Hallen die Holzkonstruktionen unter den Dächern nicht sachgerecht angebracht wurden. Da die Nägel senkrecht und nicht diagonal in das Holz geschlagen wurden, besteht die Gefahr, dass sich Deckenteile lösen und zu Boden stürzen. Das Problem war erkannt worden, nachdem sich in der Turnhalle der Gräfin-Imma-Schule Deckenplatten gelöst hatten und auf den Boden gefallen waren. Die Decken von 34 Turnhallen wurden darauf hin überprüft. Die Gesamtkosten der Sanierung belaufen sich auf sechs Millionen Euro.

Andreas Rorowski

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2016-03-01 17:28
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