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Mutmaßlicher Vergewaltiger (19) im Gericht verhaftet

24.05.2007 | 07:45 Uhr

Er soll ein zwölfjähriges Mädchen, Schwester seiner Ex-Freundin, zum Geschlechtsverkehr genötigt haben

Mitten im Prozess am Landgericht ist gestern Nachmittag ein 19-jähriger mutmaßlicher Vergewaltiger verhaftet worden. Die 3. Strafkammer befürchtet, dass er ein zwölfjähriges Mädchen, an dem er sich vergangen haben soll, zur Rücknahme der Anzeige aufgefordert habe. Zudem sieht das Gericht Fluchtgefahr, weil eine harte Strafe droht.

Laut Anklage soll der gebürtige Bochumer das Mädchen, Schwester seiner damaligen Freundin (15), in der Nacht auf den 15. Oktober 2006 zum Geschlechtsverkehr gezwungen haben. Es soll in der Wohnung des Kindes in Bochum passiert sein, als der 19-Jährige das erste Mal dort übernachtete. Er kannte seine damalige Freundin - und deren Schwester - erst seit einigen Wochen. Die alleinerziehende Mutter (44) war damals unterwegs und kam erst spät nachts nach Hause. "Ich habe ihn erlebt als sehr freundlichen jungen Mann", sagte sie dem Gericht. Jetzt aber bereue sie, dass sie nicht zu Hause gewesen sei.

Der Angeklagte, ein schmächtiger Mann mit lässig-coolem Gang, beteuert indes seine Unschuld. Er hält Eifersucht für den möglichen Grund, dass die Zwölfjährige ihn angezeigt hat. "Sie hat mir öfter Liebes-SMS geschickt."

Wenige Tage nach dem mutmaßlichen Verbrechen hatte sich die Schülerin ihrer Lehrerin anvertraut. Diese informierte die Eltern - und diese die Polizei. Zum Prozess erschien der 19-Jährige noch als freier Mann. Doch als die Zwölfjährige ausgesagt hatte (nicht öffentlich), zückten die Richter den Haftbefehl. Wie es hieß, habe das Mädchen erzählt, dass der Angeklagte sie vorher zu beeinflussen versucht habe. Zwei Wachtmeister führten ihn in die U-Haft.

Fortsetzung: 31. Mai. B.Ki.

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