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Mutmaßliche Zetteltrick-Bande vor Gericht

21.05.2008 | 14:10 Uhr

Fünf Frauen und zwei Männer (25 bis 62) stehen seit Mittwoch als mutmaßliche Mitglieder einer Trickdiebesbande vor dem Bochumer Landgericht.

Die Angeklagten, fast alles Mitglieder einer Großfamilie aus Offenbach, sollen von September bis Dezember 2007 in Bochum, Herne, Herten, Hamburg und Bremen in zwölf Fällen ältere alleinstehende Menschen, meist Frauen, in deren Wohnungen bestohlen haben. Beute: Schmuck und Geld im Wert von fast 100 000 Euro.

Unter mehreren Vorwänden sollen sie sich Zutritt zu den Wohnungen der Opfer erschlichen haben. Zum Beispiel sollen sie gesagt haben, für einen nicht anwesenden Nachbarn eine Nachricht hinterlassen zu wollen, daher bräuchten sie einen Zettel. Als die Opfer dann einen Zettel geholt hätten, sollen in der Zwischenzeit heimlich Mittäterinnen in die Wohnung gedrungen sein und dort gestohlen haben. Die Angeklagten sollen für die Tat extra Autos angemietet und bei der Tat untereinander Telefonkontakt gehabt haben. Die Beute sollen sie weiterverkauft haben.

Ob die Angeklagten (fünf sind seit Monaten in U-Haft) geständig sind, ist noch unklar. Der Prozess geht weiter.

Bernd Kiesewetter

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