Musikgeschenk aus Bochum ehrt Malala

Friedensnobelpreisträgerin Malala Yousafzai (17) ist ein bemerkenswerter Mensch. Ihr Einsatz für die Gleichberechtigung von Mädchen, denen Bildung verwehrt bleibt, ihr Überlebenskampf samt monatelanger Genesung sowie ihr unbeirrbarer Wille, diese Missstände trotz aller Gefahren weiterhin friedvoll zu bekämpfen, weckte bei Daniel Basso (47) das Verlangen, „etwas Sinnvolles beizutragen.“

Der Wattenscheider Musiker (u.a. Ex-Popolski) beließ es nicht bei Gedankenspielen, sondern schlug nachdenkliche Töne an: „Für mich als Vater und Gesangslehrer war es kaum auszuhalten, dass Kindern, speziell Mädchen, der Zugang zur Schule verwehrt wird, sie gar verfolgt, angeschossen werden. Ich wusste, dass ich diesen Song für den Malala Fund aufnehmen musste.“

Basso rief befreundete Musiker an, die alle auf Gagen verzichteten. Nach und nach fügte sich in seinem Tonstudio „Malala Day“ zusammen, ein getragener Song im 6/8 Takt (die WAZ berichtete). Die Klangfarbe definieren Streichquartett und Bassos Gesang. Im Mittelteil übernimmt Malalas Stimme die Führung. Schon 2014 äußerte der Wattenscheider die Hoffnung, den Song offiziell dem Fund zur Verfügung stellen zu können. „Nach vielen Mails kam endlich die Nachricht, dass ‚Malala Day‘ bei den Verantwortlichen in New York auf Begeisterung gestoßen ist. Das war für mich ein Moment purer Freude“, erinnert sich Basso. Zum 18. Geburtstag der pakistanischen Kinderrechtsaktivistin erfolgt die Veröffentlichung: „Ich bin sehr gerührt, dass mir die Ehre zuteil wird, ihr einen solchen Gruß übermitteln zu können.“

Von der Veröffentlichung erhofft sich der 47-jährige Musiker nun eins: „Geld. Auch wenn es sich uncharmant anhört, aber nur so können wir wirklich von Deutschland aus helfen, Bücher beschaffen oder den Bau von Schulen unterstützen. Der komplette Verkaufserlös geht direkt an den Fund, der Song gehört einzig Malala selbst.“