Museumschef sorgt sich um die Kultur nach Ruhr.2010
29.01.2010 | 15:03 Uhr 2010-01-29T15:03:00+0100
Bochum. Museumschef Hans Günter Golinski macht sich Sorgen um die Zukunft seines Kunstmuseums und um die Bochumer Kultur insgesamt. Er befürchtet, dass durch "Ruhr 2010" die hiesige Kulturszene nur noch eine Schonfrist genieße.
„Der Traum”, jenes phantastische Gemälde von Frantisek Kupka hat der großen Übersichtsschau im Kunstmuseum Titel und Thema gegeben. Die Ausstellung mit über 150 Werken aus dem Eigenbesitz wird am Sonntag, 31. Januar, 11 Uhr, eröffnet. Kleiner Wermutstropfen: Das angekündigte Vernissage-Konzert „Lieder ohne Worte” muss abgesagt werden, da die Pianistin Anette Fischer-Lichdi erkrankt ist. Stattdessen wird nach den offiziellen Worten eine erste Führung durch die Ausstellung angeboten: Dann ist es auch möglich, den frisch renovierten, lichtdurchfluteten Saal im ersten Geschoss zu begutachten.
Nachdenkliche Anmerkungen
Die erste große Ausstellung im Kulturhauptstadtjahr 2010, die sich über alle drei Etagen des Gebäudes erstreckt, ist bis zum 11. April zu besuchen. Die Pressekonferenz nahm Museumschef Hans Günter Golinski zum Anlass für einige nachdenkliche Anmerkungen. Immerhin feiert das Museum im Jahre 2010 sein Goldjubiläum. Er habe zwar „keine Existenzängste” um sein Museum, doch er mache sich „große Sorgen” angesichts dessen, wie „mit der Kultur umgegangen” werde. Golinski: „Im Kulturhauptstadtjahr 2010 wird sicherlich noch vieles kaschiert”, doch was erwarte die Kultur im Jahre 2011? Golinski sieht eher Düsteres voraus. Darum sei es angesagt, im Kulturhauptstadtjahr 2010, „jede Situation zu nutzen”, die der Kultur hilfreich sein kann.

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