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Literatur

Museums-Chef Golinski liest Nonstop

24.06.2010 | 17:19 Uhr
Museums-Chef Golinski liest Nonstop
Dr. Günther Golinski. Foto: Michael Korte

Bochum. Auch Museumsdirektor Hans Günter Golinski macht mit bei der Nonstop-Lesung Anfang September mit. Sieben Tage und sieben Nächte kann jeder in der Villa Marckhoff in Bochum seine Lieblingstexte vorstellen.

Sie werden lesen und lesen und lesen. . .  Eine einzigartige Veranstaltung wird im September unterstreichen, dass Bochum nichts weniger als eine „Stadt des Wortes“ ist. Die von der Literarischen Gesellschaft organisierte Nonstop-Lesung – durchgehend Tag und Nacht vom 3. bis zum 10. September - wird allerdings nicht in der Stadtbücherei oder im „Theater unter Tage“ zu erleben sein, dort also, wo traditionell dem Wort, der Sprache gehuldigt wird, sondern die Vorleser wechseln sich in der Villa Marckhoff ab, dem Altbau des Kunstmuseums. Wie das?

Museumsdirektor Hans Günter Golinski erläutert: „Es gehört zur Philosophie des Hauses, dass es sich mit den Nachbarkünsten in Verbindung setzt“ – also auch mit der Literatur. Dieses spartenübergreifende, bürgernahe Konzept sei gerade auch im Jubiläumsjahr wichtig. Bekanntlich besteht das Kunstmuseum seit 50 Jahren.

Gemeinschaftsprojekt

Das Museum verstehe sich nicht als „Einbahnstraße“, von der die Kunst ausgehe, sondern ebenso interessiert sei er an Ideen und Anregungen von außen, aus der Stadt. Hans Günter Golinski: „Wir wollen mit den Bürgern ins Gespräch kommen“ und dazu könne diese „Lesung der besonderen Art“ durchaus beitragen. Darum versteht Golinski die unter dem Obertitel „Tugend und Laster“ stehende Nonstop-Lesung denn auch als willkommenes „Gemeinschaftsprojekt“ zwischen dem Museum und der Literarischen Gesellschaft. Hans Günter Golinski plädiert für Zusammenarbeit „auch außerhalb von äußeren Zwängen“.

Jede Kultureinrichtung behalte selbstredend „ihr individuelles Feld“, doch „Besonderheiten kann man nur gemeinsam machen“. So diese Nonstop-Lesung: „Es hat ja etwas Verrücktes an sich, rund um die Uhr zu lesen“, schmunzelt der Museumschef, doch findet er Gefallen an der Vorstellung, eine Extremsituation zu provozieren, in der man die Zeit vergisst“ oder in der „eine eigene Zeitlichkeit hergestellt werde. Noch werden also Vorleser gesucht. Jeder kann mitmachen, der einen Lieblingstext vorstellen möchte.

Hier anmelden:

Interessenten können sich melden unter www.literarische-gesellschaft-bochum.de (dort unter „Kontakt“ eine Nachricht hinterlassen).

Werner Streletz

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Kommentare
25.06.2010
21:45
Museums-Chef Golinski liest Nonstop
von Staufenberg | #2

Das Museum muss geschlossen werden, da dort keine Kunst zu sehen ist. Ausser dem Müll den sich unsere Stadt noch leisten kann. Wertloser Plunder, den kein anderes Museum zeigen will.

24.06.2010
18:35
Museums-Chef Golinski liest Nonstop
von Schlotterdeich | #1

Super Sache. Ich bring dann mal meinen Spamordner mit ...

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