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Museum zeigt Zeugnisse der Barbara-Verehrung

22.05.2020 | 02:00 Uhr
Museum zeigt Zeugnisse der Barbara-Verehrung
In der Ausstellung „Glück auf mit St. Barbara“ sind im Bochumer Bergbaumuseum Kunstgegenstände aus acht Kirchen des Ruhrgebiets zu sehen. Foto: Ingo Otto / WAZ Foto-Pool

Bochum.Das Bergbaumuseum Bochum widmet sich in einer neuen Ausstellung der heiligen St. Barbara. Bis 3. Dezember sind Barbara-Figuren und Darstellungen aus acht Kirchengemeinden des Reviers zu sehen.

Mit der Nemitz-Stiftung St.Barbara besitzt das Deutsche Bergbaumuseum bereits einen Schatz an Barbara-Figuren und Darstellungen aus vielen Ländern der Welt. Doch Dr. Maria Petermeier und Lothar Gräfingholt als stellvertretende Vorsitzende und als Vorsitzender des Katholikenrats Bochum & Wattenscheid wollten mehr. „Wir wollten schauen, ob im Kulturhauptstadtjahr nicht noch weitere Zeugnisse der Barbaraverehrung hier bei uns im Ruhrgebiet zu finden sind.“

Und sie wurden fündig. ausgestellt sind 17 Objekte aus acht Kirchengemeinden des Ruhrgebietes. Auf ganz unterschiedliche Weise setzen sich die bis zum 3. Dezember im Bergbaumuseum ausgestellten Objekte mit der Hl. Barbara auseinander. Reliquiare, in denen angeblich winzige Knochenreste der Heiligen aufbewahrt und zu besonderen Anlässen wie etwa beim Barbarafest am 4. Dezember gezeigt wurden, haben ihren Platz wie die moderne Barbara-Darstellung aus Kristallglas, die der Bischof von Essen, Franz-Josef Overbeck, zur Verfügung stellte.

Glück auf mit St. Barbara

Prof. Rainer Slotta freut sich als Direktor des Museums: „Ich könnte mir vorstellen, dass diese Sammlung und Ausstellung fortgeführt wird.“ So ließe sich bald ein Überblick der Barbara-Darstellungen, der Schutzheiligen nicht nur der Bergleute, im Revier erhalten. Für Dr. Maria Petermaier lässt die Verehrung der Hl. Barbara aus Nicomedien (Türkei) einen aktuellen Aspekt aufleuchten: „Als im frühen 20. Jahrhundert Bergarbeiter aus Osteuropa kamen, brachten sie ihre eigene Barbara-Tradition mit. Diese Heilige wird dadurch zu einer Symbolfigur für die Integration.“

Die beiden katholischen Repräsentanten haben sich auch zum Ziel gesetzt 2010 Porträt-Fotos von Frauen oder Mädchen, die den Namen Barbara zu sammeln. „Da sind wir auf einem guten Weg“. Die Fotos sollen zu einer Collage zusammen gestellt und gezeigt werden.

Als 3. Aspekt dieser „Barbara-Initiative“ findet am 3. Dezember ein „Barbara-Mahl“ im Bergbaumuseum statt. Persönlichkeiten werden eingeladen. Der Sinn sei es, an diesem Abend Spenden für Bedürftige zu sammeln. Es ist geplant, dieses Essen jährlich zu veranstalten.

Michael Weeke

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Kommentare
06.10.2010
16:26
Museum zeigt Zeugnisse der Barbara-Verehrung
von 44189 | #1

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