Museum unter Tage in Bochum feierlich eröffnet

Das neue Museum unter Tage (MuT) zeigt Landschaftskunst aus vielen Epochen.
Das neue Museum unter Tage (MuT) zeigt Landschaftskunst aus vielen Epochen.
Foto: Ingo Otto / Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Das unterhalb des Schlossparks Weitmar gelegene Museum wurde der Ruhr-Uni übergeben. Festakt mit viel Prominenz am Freitagabend.

Bochum..  Nach einjähriger Bauzeit wurde das Museum unter Tage – MuT – eröffnet. Mit dem offiziellen Festakt gestern Abend inklusive Rundgang durch den über 1000 qm großen unterirdischen Ausstellungskomplex ging das abschließende Erweiterungsgebäude von Situation Kunst im Park von Haus Weitmar pünktlich zum Jubiläum „50 Jahre Ruhr-Universität“ an die RUB über.

Im Kontext der Ruhr-Universität

Viel Prominenz aus der Kunst- und Museumswelt, aus Hochschule, Politik und Verwaltung hatte sich im Kubus eingefunden, um die Eröffnung des MuT zu würdigen. Deutlich gemacht wurde, dass es in Deutschland keine vergleichbare Kunst-Einrichtung dieser Art gibt, schon gar nicht im Kontext einer Universität. „Der wissenschaftliche Background der Studierenden verbindet sich hier in Weitmar mit den Erfahrungen ganz praktischer Museums-Arbeit“, betonte Dr. Silke von Berswordt-Wallrabe,Vorsitzende des Vorstands der Stiftung Situation Kunst.

Bochumer Alleinstellungsmerkmal

„Eigentlich heißt es ja, an einem Freitag, den 13., solle man am besten im Bett bleiben. Gut, dass wir das heute nicht getan haben“, meinte Bundestagspräsident Norbert Lammert launig am Ende seines Grußworts. „Sonst wäre uns nämlich die Eröffnung des Museums unter Tage entgangen. Und damit die Begegnung mit einem Bochumer Alleinstellungsmerkmal, von dem man noch oft reden wird“, so der Bochumer Politiker, seit Jahren Mitglied im Stiftungs-Kuratorium.

Oberbürgermeister Thomas Eiskirch betonte den exemplarischen Charakter des Museums, das hochkarätige Landschaftsmalerei aus sechs Jahrhunderten präsentiert, sowie dessen Entstehungsgeschichte in einem langjährigen Prozess der public private partnership, also der Ko-Finanzierung durch Politik/Verwaltung und privat.

Gemeinsame Finanzierung

Hier besonders angesprochen waren das Ehepaar Silke und Alexander von Berswordt-Wallrabe, die sich ganz persönlich - druch das Einbringen ihrer Kunstsammlung - und über die Stiftung für die Entstehung des Museums eingesetzt hatten. Verschiedene Förderer wie der Landschaftsverband LWL, die Evonik-Stiftung, die Sparkasse, die RAG-Stiftung und die Stadtwerke haben neben Stadt und Land schließlich den Bau ermöglicht. Rund 7 Mio Euro hat er alles in allem gekostet.

Das Museum ist – wie die Situation Kunst überhaupt – nunmehr Teil der Ruhr-Universität und wird vom Kunstwissenschaftlichen Institut betreut und zu Ausbildungszwecken genutzt. Das MuT ist ein öffentliches Haus, es werden Führungen u.a. durch RUB-Studierende angeboten. „Für die Ruhr-Uni hat mit dem einzigartigen Museum ein neuer Weg begonnen“, betonte Rektor Prof. Dr. Axel Schölmerich.