Monteur wegen Kinderpornografie verurteilt
12.03.2008 | 19:07 Uhr 2008-03-12T19:07:33+010041-jähriger Bochumer hatte zwölf DVD katalogisiert.Wegen Täterschutz war Prozess teils nicht öffentlich
Ein 41-jähriger Monteur aus Bochum ist gestern wegen Besitzes von kinderpornografischen Bildern zu zwei Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Der ledige und kinderlose Mann hatte eingeräumt, viele Bilder aus dem Internet heruntergeladen und zu Hause auf insgesamt zwölf DVD gesammelt und katalogisiert zu haben, wie es im Urteil hieß. Der Täter muss auch 700 E an den Kinderschutzbund zahlen sowie eine psychotherapeutische Verhaltenstherapie bestreiten. Die Bilder zeigten laut Anklage schwersten sexuellen Missbrauch von Kindern. Es wurde von unbekannten Tätern sogar der Geschlechtsverkehr mit ihnen vollzogen, um entsprechende Aufnahmen später an Kunden wie den Angeklagten zu verkaufen und Profit zu machen.
Näheres zum Wesen und Tatmotiv des Täters sowie seinem Verhalten im Prozess wurde nicht bekannt. Um seine privaten Persönlichkeitsrechte zu schützen, hatte der Richter auf Antrag des Verteidigers die Öffentlichkeit im kompletten Zeitraum zwischen Anklageverlesung und Plädoyer aus dem Saal geschickt. So ein langer Ausschluss der Zuhörer aus Rücksicht auf den Angeklagten ist vor Gericht extrem selten. B.Ki.

19:42
So weit ist es schon in unseren Rechtsstaat gekommen! Der Täterschutz geht vor, so lässt sich gut maucheln. Oder was so etwas? Da wundert man sich nicht über supermilde Urteile, wohl zu peinlich wenn Zuschauer so etwas live mitbekommen. Schaffen wir doch die Verhandlugen gleich ab, zum Persönlichkeitsschutz der Täter. Dem Richter kann man dann ja Überweisung eine angemessene Strafe zukommen lassen und wird nicht vom Pöbel belästigt.