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Mode aus dem tiefen Westen

09.02.2010 | 05:00 Uhr
Mode aus dem tiefen Westen

Auf der Königsallee finden keine Modenschauen statt, aber im Deutschen Bergbau-Museum. Die Bochumer Jungdesignerin Rebecca Schmitt stellt dort ihre erste eigene Kollektion vor.

Der „Schwarze Diamant” – Teil des Deutschen Bergbau-Museums, Symbol für den Kohleabbau und deren Energie und bald auch noch Standort für eine Modenschau. Die Bochumer Modedesignerin Rebecca Sarah Maria Schmitt (27) hat sich die spektakuläre Location für die Einführung ihrer ersten eigenen Kollektion am Montag, 22. Februar, ausgesucht. Vergangenen Freitag gab sie schon mal eine kleine Geschmacksprobe ihrer Kreationen in dem Museumsbau.

Kindertraum

Anders als bei der geplanten Schau halfen der Jungdesignerin keine Models bei der Präsentation der Kleider, sie musste schon selbst ran. „Zum Glück habe ich neben meinem Studium damals etwas gemodelt”, lachte sie, während sie die Entwürfe vorführte. Nach einer abgeschlossenen Schneiderlehre studierte Schmitt in Düsseldorf Modedesign. Seitdem arbeitete sie für Peek & Cloppenburg und Karstadt als Designerin. „Modeln selber ist nicht das richtige für mich”, erklärte sie, „ich wollte eigentlich schon immer Kleider entwerfen”.

Exklusive Alltagsmode

Trotz dem aktuellen Modewahn – man denke nur an die Model-WG – sei es schwierig sich auf dem Markt zu etablieren. Deswegen setzt Schmitt mit ihrem Label „Maria Resa” auf exklusive Alltagsmode. „Es ist etwas für Frauen jeglich Alters, die ein bisschen schicker sein wollen”, präzisierte sie. Vier Stilrichtungen bestimmen ihre Modelinien. „Einer ist etwas exklusiver, mit vielen Schnallen und Falten”, hinzu kommen eine sommerliche Serie mit Crash-Stoff, eine Leinenserie und der Hosen-Reiter-Look. „Da habe ich mich etwas an meinem Vorbild Hermes orientiert”, gab sie zu.

Aus eigener Kraft

Für das Geld für die Modenschau und die Kleider hat sie bewusst keinen Kredit aufgenommen, „ich hatte zum Teil drei Jobs gleichzeitig, aber dafür jetzt keine Schulden”, sagte sie. Seit Juli 2009 widmete sie sich ihrer Kollektion. Herausgekommen sind 27 Outfits. Neun Modells werden diese den 120 geladenen Gästen präsentieren. Für die hat sich die Designerin etwas besonderes ausgedacht. „Passend zu der ausgefallenen Location habe ich etwas stimmungsgeladerene Musik ausgewählt”, versprach sie. Die Schau richtet sich direkt an die Käufer, „Neben dem Online-Shop gehe ich dann vielleicht mit den nächsten Entwürfen zu Boutiquen”, überlegte Schmitt. Trotz dem Unternehmergeist hat Schmitt immer etwas persönliches, „eines der Models ist meine Schwester Severine”, gab sie zu.

Lutz Tomala

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