„Mittagskirche“ ehrt Erik Satie

Kantor Ludwig Kaiser konzipierte die Satie-Konzertlesung  Foto: Ingo Otto / WAZ FotoPool
Kantor Ludwig Kaiser konzipierte die Satie-Konzertlesung Foto: Ingo Otto / WAZ FotoPool
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Bochum..  Zur nächsten „Mittagskirche“ wird am Sonntag, 1. Mai, um 12 Uhr in die Melanchthonkirche, Königsallee 40, eingeladen. Im Mitelpunkt steht der französische Musiker Erik Satie (1866-1925).

Unter dem Motto „Der Künstler muss sein Leben genau einteilen“ gibt es Texte und Musik von Erik Satie; die Ausführenden sind Klaus Weiss (Rezitation) und Ludwig Kaiser (Orgel und Klavier).

Texte wie die „Burlesken Träumereien“ oder die „Gedankengänge eines Dickkopfes“ spiegeln Saties Leben, das im Abseits, ja im Skurrilen verlief. Er war interessiert am Unsinn des Lebens. Aber er begegnet dem mit Ironie und Distanz, indem er sich lächelnd vom Unsinn absetzte. Zugleich ging Satie Wege in die Tiefe, in Abgründe – in den Sinn des Lebens. „Monsieur Le Pauvre“ blieb der Arme, der nichts behalten kann, sondern stets verliert, am Ende sich selbst – und der so womöglich die Wahrheit findet auf den Pfaden der entschleunigten Zeit.