Mit Tempo 171 über die Kosterstraße gerast
17.10.2012 | 17:37 Uhr 2012-10-17T17:37:00+0200
Bochum. Mit mindestens 171 Stundenkilometern raste am Dienstagabend ein 25-jähriger Mann aus Hattingen mit seinem Audi auf das lebensgefährliche Nadelöhr an der Kosterstraße zu. Er hatte Glück, denn die Polizei überwachte zu dieser Zeit die Geschwindigkeit. Doch als Glück empfand der junge Mann die Situation eher nicht . „Ich wollte mal sehen, was der Wagen so drauf hat“, sagte er den verblüfften Beamten. Er habe sehr wohl bemerkt, dass er zu schnell unterwegs sei, gab er an.
Vier Punkte in Flensburg winken
Erlaubt sind in diesem Bereich, unmittelbar hinter der Kosterbrücke 70 km/h. Wenige hundert Meter weiter gelten Geschwindigkeitsbegrenzungen von 50, später sogar von nur 30 Stundenkilometern, auf der sich in diesem Abschnitt stark verengenden Landstraße. Dem Raser drohen nun laut Bußgeldkatalog vier Punkte im Flensburger Verkehrssünderregister, eine Strafe von 600 Euro und drei Monate Entzug des Führerscheins. Noch teurer kann das werden, falls ein Richter einen Vorsatz in der Raserei erkennt, dann dürfte die Strafe weitaus drastischer ausfallen.
Die Polizei verzeichnete im vergangenen Jahr in Bochum insgesamt 22 Unfälle mit Personenschäden, bei denen als Ursache eindeutig überhöhte Geschwindigkeit und Übertretung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit feststand. Dabei kamen zwei Menschen ums Leben, die anderen erlitten Verletzungen. Die Hälfte dieser Unfälle ereignete sich an Samstagen oder Sonntagen, sieben weitere zwischen 21 und 6 Uhr, sogenannte „Disco-Unfälle“.
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12:48
Nur ungefähr 7 % der Bevölkerung können quadratische Gleichungen lösen, nur ca. 55% beherrschen den Dreisatz und auch Schwimmen und Radfahren können "nur" knappe 75%. Aber Autofahren - das soll laut politischer Vorgabe JEDER können. Es ist politisch gewollt, dass auch minderbemittelte Menschen Auto fahren dürfen. Ansonsten müsste die Autofahr-Könn-Quote weit unter der Dreisatz-Quote liegen, denn verantwortungsbewusst Auto fahren ist viel schwieriger.
09:45
"das lebensgefährliche Nadelöhr an der Kosterstraße"
Das ist reißerisch und übertrieben dargestellt. Die Stelle ist kein Nadelöhr und schon gar nicht lebensgefährlich, nur weil sich vor einiger Zeit dort mal ein tödlicher Unfall ereignet hat. Die Darstellung ist doch lächerlich, es geht da Richtung Bochum bergauf! Die Kosterbrücke kurz zuvor ist autobahnähnlich ausgebaut, es gibt etliche Beispiele für Autobahnbrücken, die ähnlich aussehen und auf denen 120 km/h erlaubt sind.
Der Typ hat auf jeden Fall einen Dachschaden da so langzuballern und ich find´s auch nicht gut. Aber eine Dramatisierung der vorliegenden Verkehrssituation macht das Geschehene auch nicht besser.
Besonders lächerlich war gestern beim ersten Artikel über den Sachverhalt die aufgesetzte Bestürzung des Journalisten, wie man denn angesichts des vorangegangenen Unfalls auf der Königsallee nur so rasen könne. Mir erschließt sich da der Zusammenhang gerade nicht.
Kommt immer drauf an. Wenn ich da im höchsten Gang mit Vollgas hochbrettere, würde ich auch sagen, dass es sich um ein lebensgefährliches Nadelöhr handelt. Halte ich mich an die erlaubten 30, wird mir diese Umschreibung natürlich fragwürdig vorkommen. Alles ist relativ...
22:07
Leider sind im Straßenverkehr all die Proleten unterwegs, die man tagsüber sowieso allgegenwärtig durch die Straßen des Ruhrgebietes herumirren sieht: Selbstverliebte Ignoranten, deren arrogante und egoistische Verhaltensweisen nicht vor dem Miteinander erfordernden Raum "Straßenverkehr" halt machen.
Daher sind dringend regelmäßige Eigenschaftstests erforderlich; psychologisch, gesundheitlich, physisch.