Mieter bangen um Strom, Gas und Wasser
03.08.2010 | 18:26 Uhr 2010-08-03T18:26:00+0200
Bochum.16 Mietparteien in einem Mehrfamilienhaus in Riemke bangen jetzt ganz akut um ihre Energie. Die Stadtwerke haben die Kappung der Strom-, Gas- und Wasserversorgung angekündigt, weil der Eigentümer kein Geld zahlte.
Die Bochumer Stadtwerke haben den Bewohnern an der Tippelsberger Straße vor wenigen Tagen ein Schreiben mit folgender Betreffzeile zugeschickt: „Ankündigung der Versorgungseinstellung“. Am 9. August wollen die Stadtwerke Gas, Wasser und Strom kappen.
„Leider müssen wir Ihnen die unerfreuliche Mitteilung machen“, schreibt eine Sachbearbeiterin, dass der Eigentümer des Hauses „seinen Verpflichtungen nicht nachgekommen ist“. Deshalb würden Strom und Gas komplett gesperrt - und Wasser werde nur noch aus einer „Entnahmestelle im Keller“ fließen. Mit diesem Wasser könnten die Mieter „aus Hygienegründe ihren Grundbedarf decken“. Heißt wohl: Zum Beispiel die Toilette nach der Benutzung spülen.
Kaum noch Hoffnung
Die Mieter sind entsetzt. „Wir haben die Hoffnung langsam aufgegeben“, sagte am Dienstag ein Mieter. Er ist hochgradig verärgert über den Eigentümer, einen relativ jungen Mann, der das große Doppelhaus vor einigen Jahren von der Wohnungsgesellschaft Bauen und Wohnen gekauft hatte. Thomas Legens, einer der Mieter, hat den Eigentümer schon seit Dezember nicht mehr gesehen. Telefonisch kann er ihn auch nicht erreichen. Auch die WAZ versuchte am Dienstag vergeblich, mit ihm sprechen zu können.
In dem Haus wohnen meist Menschen im Alter von über 60 Jahren, sagt ein Mieter. Viele würden schon Jahrzehntet dort wohnen.
Stadtwerke-Sprecherin Heike Paplewski sagte am Dienstag der WAZ, dass man den Vermieter bereits am 18. März an seiner Bochumer Adresse wegen Außenständen angemahnt habe. Dabei habe man auch bereits gewarnt, dass die Versorgung eingestellt werde, wenn er nicht zahle. „Mittlerweile haben sich die Außenstände so summiert, dass sie sich auf einige tausend Euro belaufen“, erklärte Heike Paplewski. „Da müssen wir von unserem guten Recht Gebrauch machen, die Sperrung anzukündigen.“ Der Eigentümer habe bis heute nicht reagiert.
Krisentreffen in Riemker Gaststätte
Schon seit längerem baut sich Unmut in dem Haus auf. Anlass war ein Brand im Keller des alten Hauses im vorigen Dezember aus bisher ungeklärten Gründen. 22 Feuerwehrkräfte waren im Einsatz. Bei den Reparaturarbeiten wurde entdeckt, so die Mieter, dass die Ölleitungen zur Heiz- und Warmwasserversorgung im Keller undicht waren. Noch im Februar beklagte die „Mietergemeinschaft“ penetranten Brandgeruch. Bis heute beschweren sich Mieter über Schimmelbildung und Gebäudeschäden. Sogar Hinweise auf Ratten gebe es in der Waschküche. „Wir haben keinen Bock mehr“, sagt Mieter Thomas Legens. Einige Mieter hätten wegen der Mängel schon ihre Mietzahlungen herabgemindert.
Am heutigen Mittwochabend wollen sich die Mieter zu einem Krisentreffen in einer Riemker Gaststätte verabredet. Dazu wird mit Hilfe des Amtsgerichts, an das sich die Mieter am Montag gewandt haben, auch eine Bochumer Rechtsanwältin erscheinen.

13:46
Das ist mir selbst als Mieter in einem Bochumer Apartmenthaus auch schon passiert.
Zumindest die Androhung, man hat sich dann geeinigt und es wurde nicht abgestellt.
Der Brief an die Bewohner soll zunächst einmal genau das bewirken, was jetzt passiert.
Druck auf den Vermieter auszuüben.
Allerdings ging es in dem Brief in meinem Fall nur um Wasser.
Der Strom wird doch von den Mietern selbst gezahlt, da ist nichts mit abstellen.
Die Stadtwerke können den Gemeinschaftsstrom abklemmen, also Flur, Keller Außenbeleuchtung, vielleicht auch Klingel und Türöffner..
Aber nicht den Strom in den Wohnungen.
13:33
#5 na staufenberg, wieder mal bei Kerzenschein die Hochstelltaste nicht gefunden :-)))
13:23
Hallo ihr ganzen schlaumeier!
Da der Vermieter ja anscheind Geld hat um die Häuser zukaufen wird es mit sicherheit nicht am Geld liegen sondern vielleicht solltet ihr mal überlegen ob die Mieter denn wirklich alle ihre Miete zahlen!
Reden können immer alle gut nur ob es die Wahrheit ist, bleibt fraglich!!!!
09:39
Vielleicht sollte man im Haus / der Wohnung, in der der VERMIETER wohnt, mal alles abdrehen. Dann bezahlt er sicherlich kurzfristig.
07:51
Sowas hab ich schonmal gehört. Das ist in Gelsenkirchen auch schonmal passiert. Da haben die Stadtwerke auch alles einfach abgedreht, weil der Vermieter nicht gezahlt hat.
Die Mieter hatten allerdings gezahlt. Nur der Vermieter hat das Geld nicht weitergegeben. Wobei es in den meisten Fällen ja so ist, dass man den Strom selbst bezahlt.
Aber ich finde es skandalös, dass die Mieter, die ja ihren Pflichten nachgekommen sind leiden sollen, weil der Vermieter ein (sorry) A...loch ist.
07:24
Es müsste und sollte gesetzlich vorgeschrieben sein, dass wenn die Kosten für den Versorger ausbleiben die Mieter sofort unterrichtet werden müssen bevor das Kind in den Brunnen fällt. Hier könnte dann die komplette Miete verweigert werden. Da wird sich bestimmt ganz schnell was tun. Bis jetzt wird hier wieder einmal das schwächste Glied zuerst bestraft.
06:50
Da kann ein junger Mann das Haus kaufen, dafür ist Geld da, aber woher?, läßt sich dann schön von den Mietern die Nebenkosten bezahlen und
verprasst das Geld irgendwo/irgendwie.
00:54
die stadwerke machen sich das ziemlich einfach. jezt wo das kind im nrunnen liegt, wird fleissig mit den betrogenen mietern kontakt aufgenommen. tatsache ist, dass die geschädigten nun zum 2. mal bestraft werden. für einen versorger im städtischen besitz ist das skupellos und eine schande. wilmert und scholz müssen ihren hut nehmen. beide sind untragbar für bochum - wie sauerland für duisburg
23:47
Hier muß der Gesetzgeber endlich regelnd eingreifen.
Es kann doch nicht sein, daß irgend ein #Energieversorger mit irgendjemand einen Vertrag abgeschlossen hat - und, wenn der den nicht erfüllt, irgendwelche Dritte zwangsweise in diesen Vertrag eintreten müssen!
Der Energieversorger ist fein raus und diejenigen, die mit dem Energieversorger nicht in Vertragsverbindung stehen, haben die Arschkarte!
Hier muß unbedingt eine Neuordnung des Vertragsrechts her!
22:48
UNGLAUBLICH!
Es muss doch für die Versorgungsbetriebe einen Weg geben mit den Mietern in Kontakt zu treten!!!!! Die Nebenkosten werden dann nicht mehr an den Vermieter bezahlt (weiß der Himmel, was der damit macht), sondern direkt an die Versorgungsunternehmen!!!!
Die Mietzahlungen sollten zumindest so lange gemindert werden, bis der Vermieter merkt was los ist.
Eine Frechheit von diesem Vermieter. Wann wird denn da Strafantrag gestellt. Der VERUNTREUT die ihm anvertrauten Gelder doch eindeutig.