Messe Jobmedi informiert über Berufe in Medizin und Pflege

Antonoa Iserloh (v.l.) macht auf der Messe eine Nähübung, um ihr chirurgischen Fähigkeiten zu testen. Aufmerksam beobachtet wird sie dabei von Florian Heintze, Ausbildungsanleiter Stefan Zimmer und Pflegewissenschaftlerin Johanna Walla.
Antonoa Iserloh (v.l.) macht auf der Messe eine Nähübung, um ihr chirurgischen Fähigkeiten zu testen. Aufmerksam beobachtet wird sie dabei von Florian Heintze, Ausbildungsanleiter Stefan Zimmer und Pflegewissenschaftlerin Johanna Walla.
Foto: Dietmar Wäsche / FUNKE Foto Serv
Was wir bereits wissen
Die Messe für das Gesundheits- und Sozialwesen zeigte viele Jobs. Die Vermittlung richtet sich aber weniger an Azubis als an spezialisierte Kräfte.

Bochum.. Wer in unsicheren Zeiten wie diesen nach einem Beruf mit Zukunftsperspektiven Ausschau hält, der sollte auch die Anstellungen im Medizin- und Pflegebereich eines Blickes würdigen. Die Jobmedi, eine Berufsinformationsmesse im Gesundheits- und Sozialwesen, bietet auch am heutigen Samstag im Ruhr-Congress noch die beste Möglichkeit dazu.

An zwei Tagen stehen hier seit Freitag an 76 Ständen Berater denen mit Rat und Tat zur Seite, die nach einer Ausbildung oder einem Beruf in diesem Bereich suchen. Zum Beispiel bei den Valeo-Kliniken, einem Krankenhausverband, der vier Krankenhäuser in Hamm, Lippstadt, Münster und Gronau umfasst.

Messe hat sich schon gelohnt

„Wir sind sowohl auf der Suche nach Pflegekräften als auch nach Auszubildenden“, sagt Susanne Grobosch von den Valeo-Kliniken. Zwei Krankenpflegeschulen hat der Verband vorzuweisen. Mit der Messe ist Grobosch zufrieden: „Wir haben zwei bis drei Fachkräfte, die eventuell zu uns wechseln wollen. Die Messe hat sich jetzt schon gelohnt“, sagt sie am Freitag.

Allgemein suchten viele der Aussteller jedoch weniger Auszubildende, als viel mehr spezialisierte Fachkräfte, bemängelt Anja Heene, die als Berufsbegleiterin für Schüler der 10. Klassen zuständig ist: „Die Ausbildungsplatzangebote, die ich hier finde, die habe ich auch vorher schon bei den Jobbörsen gefunden.“ Viel Neues hat sie auf der Jobmedi also nicht entdeckt.

Etwas fündiger sind die Jugendlichen vom Internationalen Bund (IB) geworden. Der IB hilft unter anderem jugendlichen Arbeitslosen dabei, durch Praktika wieder in das Arbeitsleben einzusteigen. Am Freitag waren einige der Jugendliche bei der Messe, um sich über mögliche Ausbildungen und Berufe zu informieren. „Viele von uns wollen in den medizinischen Bereich, andere in den pädagogischen.

Aber uns allen haben die Stände hier sehr geholfen“, sagt Dominik Diezek. Auf der Jobmedi sind weniger die wirklichen Arztberufe als viel mehr die Pflegedienste wie die des Altenpflegers begehrt, weiß auch Pflegewissenschaftlerin Johanna Walla von der Evangelischen Stiftung Augusta: „Allerdings haben viele ein falsches Bild. Die Vorstellung, dass Altenpfleger nur alte Menschen waschen, wird hier revidiert“, so Walla.

Jugendlichen haben viele Fragen

Die jungen Erwachsenen kommen vor allem mit Fragen zu den Voraussetzungen, den Inhalten der Ausbildung und natürlich nach der Perspektive zu den Veranstaltern. Um sie zu den Ständen zu locken, haben die Aussteller der Stiftung Augusta OP-Instrumente ausgelegt, mit denen sie beispielsweise die Aufgaben des Operationstechnischen Assistenten zeigen können.

Ein weiterer Beruf, den man dort lernen kann. Wer noch mehr Infos möchte, für den gibt es an beiden Tagen noch Podiumsdiskussionen, beispielsweise zu Bewerbertipps im Online-Zeitalter. Insgesamt, so die Prognosen, werden am Samstagnachmittag 4500 Besucher die 4. Bochumer Jobmedi besucht haben.