Menschlichkeit

Seniorin wird im Bus umgerannt. Dass ein mutmaßlicher Schwarzfahrer sich rüpelhaft und rücksichtslos verhält, dies dürfte keinen WAZ-Leser groß aufregen. Ein solches Verhalten ist doch alltäglich zu beobachten. Was dann jedoch folgt, macht mich sprachlos. Bestens geschulte Mitarbeiter, wie es uns die Bogestra stets kundtut, verhalten sich wirklich/tatsächlich so wenig mitmenschlich, wie im Artikel geschildert? Ich möchte es nicht glauben. Jedem Fachmann ist eines absolut klar: Kinder und auch Senioren bedürfen in Ausnahmesituationen wie dieser der intensiven Betreuung und des Gespräches/Zuhörens.

Ganz schnell wird die Frage „Alles in Ordnung, geht es Ihnen gut?“ mit Ja beantwortet. Der Grund ist mannigfaltig: Scham, Angst, Peinlichkeit usw. Die beiden Mitarbeiter hätten sich mehr Zeit nehmen müssen. Warum habe ich als aktiver Polizeibeamter den Gedanken an „unterlassene Hilfeleistung im Sinne des Gesetzes“ zumindest im Ansatz für mich geprüft?

Lieber Herr Kollmann, sehr geehrter Pressesprecher der Bogestra:

Es geht hier nicht um Einhaltung von Richtlinien! Es geht um Menschlichkeit!