MEIN JOB: Kfz-Meister

Er ist mit dem Betrieb aufgewachsen. Buchstäblich. Jens Ewerth (33) hat in der Nachbarschaft gewohnt, ist schon als kleiner Junge mit großer Neugierde herüber in die Kfz-Werkstatt gekommen. Und das Autofieber hat ihn seitdem nicht losgelassen. Der gelernte Kfz-Mechaniker ist seit 2009 Meister bei Auto Teile Gerbracht, die dreieinhalbjährige Ausbildung hat er um zwölf Monate verkürzt, und wird aller Voraussicht nach den Betrieb einmal übernehmen. Der Reiz für ihn: „immer nach vorne zu gucken.“

Schon heute hat der 33-Jährige viel Verantwortung. „Ich kümmere mich um die Werkstatt, plane die Tätigkeit der Mitarbeiter, kümmere mich um die Kunden und deren Fahrzeuge und arbeite auch noch selbst als Elektriker.“ Denn: „Ich muss schon wissen wie es geht und auf dem Stand der Technik bleiben. Und daher stehe ich auch noch selbst am Auto. Heute Morgen zum Beispiel habe ich einen Lenkstockschalter an einem Fahrzeug erneuert.“

Der Wandel in der Branche, weg vom klassischen Schrauber hin zum Motormanager („Heute muss man elektrisch denken“), hat nach seiner Einschätzung wie in den meisten anderen Berufe auch Vor- und Nachteile. Und bewältigt werden könne die Arbeit wie ehedem immer noch am besten im Team. Genau das mache den Betrieb auch aus: „Man kann schon sagen, jeder ist für den anderen da. Einer für alle, alle für einen.“