Mehr als 1000 Retter ausgebildet

Kreis Olpe..  Die DRK-Berufsfachschule für den Rettungsdienst Südwestfalen in Rhode besteht in diesem Jahr seit 10 Jahren. Insgesamt haben in den vergangenen zehn Jahren mehr als 1000 Schüler eine qualifizierte Ausbildung mit staatlichem Abschluss an der Rettungsschule absolviert.

Neben Rettungshelfer- und Rettungssanitäterausbildungen, standen auch Berufsausbildungen zum Rettungsassistenten auf dem Programm. Rund 200 Rettungsassistenten sind in den an der Schule ausgebildet worden.

Am 31. Dezember 2014 ist das 26 Jahre alte Rettungsassistentengesetz außer Kraft getreten. Es konnte den neuen hohen Anforderungen im Rettungsdienst nicht mehr standhalten, so dass ein neues Gesetz her musste.

Staatlich anerkannt

Rettungsassistent war in Deutschland der erste staatlich anerkannte Beruf im Rettungsdienst. Er wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2014 durch den Notfallsanitäter abgelöst, der durch das Notfallsanitätergesetz eingeführt wurde. Bis zum 31. Dezember 2014 bestand parallel die Möglichkeit, eine Ausbildung zum Rettungsassistenten zu beginnen und diese nach altem Recht zu beenden. Die Ausbildung des Rettungsassistenten war bundesweit einheitlich an Berufsfachschulen geregelt und betrug insgesamt zwei Jahre.

Praxis gehört zur Ausbildung

Am 24. April dieses Jahres endete eine kleine Ära. Die letzten 18 Rettungsassistentenschüler konnten nach ihren Examen verabschiedet werden. Hinter ihnen liegen 1200 Stunden Schule und Praktika. Neben dem theoretischen Unterricht standen Exkursionen zur Gerichtsmedizin Dortmund, Kreispolizeibehörde und Kreisleitstelle auf dem Programm. Weiterhin haben die Teilnehmer an einem Praxiswochenende in einer Jugendherberge teilgenommen, um noch intensiver auf ihre Tätigkeit im Rettungsdienst vorbereitet zu sein.

Die Schulzeit ist nur Grundlage der Ausbildung, jetzt liegen 1600 Stunden Rettungswachenpraktikum vor den Kursteilnehmern.

Der letzte Rettungsassistentenlehrgang hatte ein Sparschwein eingeführt. Während der schulischen Ausbildung wurde fleißig eingezahlt für Sprüche, Witze oder sonstige Bemerkungen und das Ganze für einen guten Zweck. Somit kamen in den vergangenen sechs Monaten immerhin 350 Euro zusammen, die der Lehrgang an „Strahlemännchen“, eine Organisation die Herzenswünsche für krebskranke Kinder erfüllt, gespendet hat. Joanna Junge von „Strahlemännchen“ konnte den Scheck über 350 Euro von Klassensprecher Christian Moll entgegen nehmen. Erfreulich ist auch, dass eine Teilnehmerin des Kurses ein Stipendium über 5000 Euro erhielt.

Die Tätigkeit im Rettungsdienst fordert durch die rasante Entwicklung von Medizin und Technik ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein, sozialer Kompetenz fachliches Können, Flexibilität, Leistungsbereitschaft, und engagierter Teamarbeit.

Rezertifiziert seit Januar

Im Januar dieses Jahres ist die Rettungsschule nach Din EN ISO 9001:2008 und AZAV rezertifiziert worden. Die ICG Zertifizierungs GmbH aus Chemnitz hat der Schule ein hervorragendes Managementsystem bescheinigt.

In Zukunft wird die Schule in Kooperation mit der Rettungsschule Siegen die dreijährige Berufsausbildung zum Notfallsanitäter anbieten. Weiterhin werden Weiterqualifizierungen vom Rettungsassistenten zum Notfallsanitäter stattfinden.