„Maulwurf’n“ bleibt der Publikumsliebling

„Ne ne ne ne ne!“ 2012 hielt es René Marik mit seinem „Maulwurf’n“. Schluss mit lustig: Der Puppenspieler verkündete seinen Abschied von der Bühne. Vier Jahre später ist der Berliner wieder da. Manche Fans indes sind auf der Strecke geblieben. Mit 800 Besuchern war der Ruhrcongress am Sonntagabend nur spärlich gefüllt.

Die immerhin amüsierten sich über das unvergleichliche Spiel des 46-Jährigen – vor allem über Mariks stärkste Figur, den „Maulwurf’n“ mit dem hinreißenden Sprachfehler. Der debile Wühler zerfließt vor Liebe zu „Barbe“ (eine Barbie-Puppe) und versucht sich samt Zauberstab als „Hage Potte“ (Harry Potter). Dem ungeübten Zuhörer fällt nicht immer leicht, das Gestammel zu verstehen. Nicht schlimm: In etlichen Szenen sind es die effektvoll inszenierten Pausen, die den Mini-Dramen und dem Lappen-Geplapper die wahrhaft absurden Momente verleihen.

Als Puppenspieler brillant, ist Marik als Musiker belanglos. Seine Intermezzi als Sänger und Gitarrist wirken auf das Publikum (ver)störend. „Ne, ne, ne, ne, ne!“, würde Maulwurf’n sein Haupt schütteln.
WAZ-Wertung: