Masken tanzen zu „Atemlos“

Flotte Komödien wie „Drei Männer im Schnee“ sind (auch) eine Spezialität des Schauspielhauses unter Anselm Weber. Mit dem Shakespeare-Klassiker „Viel Lärm um nichts“ folgte nun eine weitere; wenn auch eine mit blutigem Ausgang (Besprechung im Hauptteil).

Als Teamwork

Die Premiere am Samstag war ausverkauft, wobei nicht wenige Gespräche im Foyer sich um die Frage drehten, was wohl werden würde. Bekanntlich stand die Aufführung noch Mitte der Woche auf der Kippe, da Lukas Langhoff überraschend den Regiesessel räumen musste (die WAZ berichtete). Chefdramaturg Olaf Kröck und das Ensemble brachten das Werk schließlich im Teamwork zu Ende.

Spielfreudige Mimen

Wie zuletzt schon so oft, macht es Freude, den Schauspielerin zuzusehen. Vor allem zwei fallen ins Auge: Daniel Stock, von Beginn der Weber-Intendanz an dabei, als clownesker Benedikt und die junge Juliane Fisch, die erst mit Beginn dieser Spielzeit die hiesige Bühne enterte. Sie ist selbst mit dickem OP-Verband noch eine berückende Hero, und wird am Ende doch zu einer verwüsteten, blutverschmierte Madonna der Vergeblichkeit.

Gleichwohl hat der Abend auch viele heitere Momente, wird somit seiner Ausflaggung als „Komödie“ durchaus auch gerecht. Man denke an das leider sehr kurz geratene, starke Maskenspiel im knallbunten Licht, das das Ensemble zum Stampfen von Helene Fischers Ohrwurm „Atemlos“ als Disco-Nummer zelebrierte.

EURE FAVORITEN IN DIESER STUNDE