Männer streiten sich um ein weißes Bild

Der erfolgreiche Mediziner Serge hat sich ein Bild gekauft: ein Ölgemälde, ganz in Weiß. Nur wer genau hinschaut, kann feine weiße Streifen im Bild erkennen. Serge platzt vor Stolz, endlich sieht er sich im Bildungsbürgertum angekommen.

200 000 Francs hat Serge für sein Bild bezahlt. Marc ist entsetzt über die Naivität seines Freundes und kann der „weißen Scheiße“ nichts abgewinnen. Er stellt die gemeinsamen Wertvorstellungen in Frage. Auch Yvan, der Dritte im Bunde, hält den Kauf des Bildes wohl für überzogen, doch zeigen will er das nicht. Zwischen den drei Freunden entbrennt ein bitterer Kampf über den Sinn und Unsinn eines weißen Bildes. Wird ihre Männerfreundschaft das überstehen?

„Kunst“ der französischen Autorin Yasmina Reza war ein Sensationserfolg und eines der meistgespielten Stücke der 90er Jahre. Auch 20 Jahre später hat die fein gewirkte Komödie nichts von seinem Witz verloren. Im Prinz-Regent-Theater hat Regisseurin Sibylle Broll-Pape dem Stück neues Leben eingehaucht. Vor sparsamer Kulisse vertraut sie ganz auf die Spielfreude ihres Ensembles: Wolfram Boelzle, Stephan Ullrich und Gerhard Roiß spielen die drei Herren, die sich um ein weißes Bild streiten.

„Durch ihr unaufgeregtes, punktgenaues Spiel verpassen sie dieser unverwüstlichen Konversationskomödie den zeitgemäßen Feinschliff“, so schrieb der WAZ-Kritiker nach der Premiere. Die letzte Vorstellung von „Kunst“ ist am morgigen Samstag, 30. Mai, 20 Uhr, zu sehen.

Karten (15 Euro, erm. 8 Euro) gibt es unter Tel. 0234 / 77 11 17.