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Wirtschaft

"Made in Bochum" auf der Cebit

07.03.2010 | 16:14 Uhr

Bochum/Hannover. Auf der Computermesse Cebit in Hannover, die am Sonntag (7. März) endet, präsentierten sich auch sechs Unternehmen aus Bochum. Die beiden größten Aussteller und einen Erstaussteller besuchte die WAZ vor Ort und fragte nach der Bedeutung des Technologie-Standorts Bochum.

Den größten Messestand der Bochumer Firmen hatte die Software-Firma „G Data”. Auf 650 Quadratmetern stellte das Unternehmen von der Königsallee Sicherheits- und Virenschutzprogramme vor. Dazu gehörte ein Programm mit Talkrunden und Live-Musik. „G Data” ist bereits seit Start der Leitmesse der Computerindustrie bereits und feiert in diesem Jahr zudem das 25-jähriges Bestehen. Bei einer Diskussionsrunde von Wissenschafts-Journalist Jean Pütz mit Gründer Kai Figge wurde deutlich, dass aus den kleinen Anfängen mit dem Atari ST und dem Commodore C46 in einem Bochumer Keller nun ein Unternehmen mit rund 300 Mitarbeitern auf der ganzen Welt wurde.

Fest mit dem Standort Bochum verwurzelt

Dabei fühlt sich die Firma, wie Pressesprecher Thorsten Urbanski sagte, weiterhin fest mit dem Standort Bochum „verwurzelt”, denn die Region habe sich zum „hot spot für Technologie entwickelt”.

Dies sieht auch die Firma „windream” so, die sich seit über zehn Jahren auf der Cebit präsentiert. Auf einem 240 Quadratmeter großen Messestand stellte das Unternehmen elektronische Aktenverwaltungssysteme für Wirtschaft und Verwaltung vor. Pressesprecher Dr. Michael Duhme freute sich, dass auf der Cebit von Krisenstimmung nichts zu spüren sei. Die Firma mit 66 Bochumer Mitarbeitern konnte seit der vorigen Cebit seine Dienstleistungen neben Schweiz und Benelux auch auf Österreich ausweiten. Die Technik dafür wurde im Bochumer Trimonte-Park entwickelt.

Aus Sicht von Duhme wird Bochum in den nächsten zehn bis 15 Jahren als Technologiestandort weiter an Bedeutung gewinnen. Vor dem Hintergrund der virtualisierten Welt sei ein zentraler Standort (etwa in Berlin) nicht notwendig. Da die Infrastruktur am Heimatstandort Bochum stimme und dieser noch weiteres Potenzial biete, bleibe man gerne „Bochumer”, so Duhme.

Dies findet auch Geschäftsführer Enno Lenze vom „3G Store”. Die Firma mit ihren 15 Mitarbeitern hat den Firmensitz in der Innenstadt und unterhält neben der Filiale am Südring auch eine in Berlin. Im Gegensatz zur „Billigmentalität” in der Hauptstadt schätzt Lenze in Bochum die Bereitschaft der Menschen, „sich auf Neues einzulassen”. Der „3G Store” hat sich auf den Verkauf des Handys „iPhone” von Apple spezialisiert und erfährt dabei auf der Cebit großen Zulauf. Direkt neben dem Weltunternehmen Google sammelt Lenze als Messe-Neuling bisher gute Erfahrungen, besonders im Kontakt zu Kunden und Wirtschaftspartnern - und dies obwohl die Firma ein „Luxusgut” verkaufe, wie Lenze betonte.

Technologie-Standort Bochum hat hinzugewonnen

Die Cebit zeigte erneut, dass sich Bochum, das dort auch durch die Firmen ADN, TATCH, CRS-Datentechnik vertreten wurde, nicht zu verstecken braucht. Der Technologie-Standort Bochum habe „stark hinzugewonnen” und werde auch durch die Stadt „gut unterstützt”, fasst „G Data”-Pressesprecher Thorsten Urbanski die Stimmung in Hannover zusammen.

Auch auf internationalem Paket machen Software und Hardware „made aus Bochum” eine gute Figur.

Christian Schnaubelt

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Kommentare
07.03.2010
17:49
Made in Bochum auf der Cebit
von DerKetzer | #1

Vielleicht eher C64? Oder doch ein Amiga, würde von der Zeit her eher zum Atari ST passen.

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