Mach4 bleibt in Bochum und baut seinen Stammsitz aus

Rene Oelbracht ist einer der Techniker, die die Automaten von Mach4 bauen. Trotz des Verkaufs an ein US-Unternehmen bleibt die Firma in Bochum.
Rene Oelbracht ist einer der Techniker, die die Automaten von Mach4 bauen. Trotz des Verkaufs an ein US-Unternehmen bleibt die Firma in Bochum.
Foto: WAZ FotoPool / Ingo Otto
Mach4-Mitgründer Holger Wallat gibt trotz des Verkaufs seiner Firma an ein US-Unternehmen ein Bekenntnis für den Stammsitz ab.

Bochum.. Seine Unabhängigkeit hat er zwar verloren. Aber mit dem Verkauf an das US-amerikanische Unternehmen Omnicell sind die Entwicklungsperspektiven des Automatisierungspezialisten Mach4 aus Werne vielversprechender denn je.

„Wir bleiben in Bochum und wir werden in Bochum wachsen“, tritt Ex-Miteigentümer Holger Wallat (50) Befürchtungen entgegen, die aufstrebende Firma mit 22 Millionen Euro Umsatz (2013) und allein 90 Mitarbeitern am Stammsitz könnte die Stadt verlassen. Der Mietvertrag für das Firmengelände an der Limbeckstraße sei jüngst langfristig verlängert worden. Und auf einer 3000 Quadratmeter großen Freifläche auf dem Firmengelände sei ein Erweiterungsbau geplant.

Belegschaft persönlich informiert

Das und weitere Details hat Wallat in den vergangenen Tagen der Belegschaft an mehreren Mach4-Standorten persönlich mitgeteilt. „Das war mir wichtig“, so der Unternehmensgründer. Auch für ihn beginnt nun ein neuer beruflicher Abschnitt. In Zukunft wird er angestellter Geschäftsführer „seines“ Unternehmens sein, wie überhaupt die gesamte Managementriege im Haus bleibe, wie er versichert.

Um international wettbewerbsfähig bleiben, so Wallat, sei es nach zweijährigen Gesprächen zu dem Verkauf an Omnicell gekommen. Den Zukunftsmarkt sehe Mach4 vor allem auf dem Krankenhaussektor in Asien und dem Mittleren Osten. Und dort die nötigen Strukturen aufzubauen, sei aus finanziellen und personellen Gründen eine zu hohe Hürde für das Mittelstandsunternehmen geworden.

Expansion außerhalb Europas

Angedeutet habe sich dies bereits vor zwei Jahren, als die Spezialisten für Automatisierungstechnik ein Krankenhaus in China ausgestattet haben. Zu Omnicell bestünden seit geraumer Zeit gute Kontakte, bei jüngsten Messen habe es auch bereits schon einen gemeinsamen Stand gegeben.

Omnicell und Mach4 wollen ein umfassendes automatisiertes Medikamentenmanagement-Angebot für Krankenhaus- und Einzelapotheken in Europa und auf Schwellenmärkten weltweit anbieten. Die Bochumer versorgen nach eigenen Angaben derzeit einen Kundenbestand von mehr als 1000 Apothekenkunden im Einzelhandels- und Klinikbereich vorwiegend in Europa.

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