Das aktuelle Wetter Bochum 18°C
Musik

Luxuslärm rockte mit Herz und Seele

13.11.2011 | 18:54 Uhr
Luxuslärm rockte mit Herz und Seele

Bochum.Die Fans huldigen der bezaubernden Jini vom ersten Takt an. Die Powerfrau und ihre neu formierte Band bedanken sich mit einem Konzert der Extraklasse: „Luxuslärm“ überzeugten im Ruhr-Congress.

Ungezählt sind die Coverbands, die Kneipen, Vereinsheime und Stadtfeste rocken und von der großen Karriere träumen. „Blue Cinnamon“ gehörte jahrelang dazu – bis Produzent Götz von Sydow 2006 auf die Sauerland-Truppe aufmerksam wurde. Es war der Beginn eines Musikmärchens. Die Iserlohner schrieben fortan eigene Stücke – und damit eine rare, aber wahre Erfolgsgeschichte. Als „Luxuslärm“ spielen die Deutsch-Rocker seit ihrem Durchbruch mit „1000 km bis zum Meer“ 2008 in einer Liga mit Juli, Silbermond oder Wir sind Helden. Mit dem neuen Album „Carousel“ gelang im September der erste Top-10-Einstieg.

Keiner Besucher zwischen 15 und 50 verließ vor der letzten (dritten) Zugabe die Halle

Nach ihren großartigen Akustik-Auftritten im März in der Christuskirche kehrten „Luxuslärm“ am Samstag im Rahmen ihrer „Irgendwo da draußen“-Tour nach Bochum zurück. Drei Gründungsmitglieder sind zwischenzeitlich ausgestiegen. Die Spannung war greifbar: Kann die erfolgsverwöhnte Band einen derartigen Aderlass binnen weniger Monate kompensieren?

Die Antwort fiel eindrucksvoll aus. Freddy Hau (Gitarre), Chris Besch (Keyboard) und David Müller (Bass) knüpfen locker an die Klasse ihrer Vorgänger an, fügen sich perfekt ein und harmonieren mit Alt-Luxuslärmer Jan Zimmer am Schlagzeug. An Janine „Jini“ Meyer scheint das Wechselspiel spurlos vorbeigegangen zu sein. Die 28-jährige bewies im Ruhr-Congress einmal mehr, dass sie zu den vielseitigsten und ausdrucksstärksten deutschen Sängerinnen zählt. Ob als Rockröhre oder bei Balladen: Die Frontfrau glänzt in allen Stimm(ungs)lagen. Einer der Höhepunkte: das gefühlvolle „Ich beweg mich hier nicht weg“. Der Titel war Programm: Keiner Besucher zwischen 15 und 50 verließ vor der letzten (dritten) Zugabe die Halle.

Jini und „Luxuslärm“: Das ist Rock mit Herz und Seele.

Jürgen Stahl

Facebook
 
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/6071052/create

Umfrage
Die Zukunft des Opel-Werks in Bochum steht auf der Kippe. Glauben Sie daran, dass der Standort nach 2015 erhalten bleibt?

Die Zukunft des Opel-Werks in Bochum steht auf der Kippe. Glauben Sie daran, dass der Standort nach 2015 erhalten bleibt?

 
Aktuelle Fotos und Videos
Fliegerbombe entschärft
Bildgalerie
Explosions Gefahr
Kemnade in Flammen
Bildgalerie
Volksfest
Festival der Kulturen
Bildgalerie
Ruhr International
Festumzug in Linden
Bildgalerie
Schützen
Aus dem Ressort
Rainer Einenkel dankt „Herbie“ für Solidarität
Krise bei Opel
In einem persönlich gehaltenen Brief dankt der Betriebsratsvorsitzende des Bochumer Opel-Werkes, Rainer Einenkel, Herbert Grönemeyer für seine Solidarität mit den Beschäftigten des Autobauers. Einenkel wörtlich:
Scharfe Kritik aus den Stadtteilen
Grundschul-Debatte
Während die Fraktionen sich noch auf die heutige, womöglich entscheidende Sitzung der Arbeitsgruppe zum Schulentwicklungsplan für die Grundschulen vorbereiteten, gab es deutliche Meinungsäußerungen aus den Stadtteilen.