Lust auf lecker

Die Schar der Sushi-Jünger wächst ebenso rasant wie die Zahl einschlägiger Imbisse und Restaurants. Wohl dem, der von einer besonders illustren Glaubensgemeinschaft als „Bochumer Sushi-Gott“ verehrt wird.

Sollte sich Daniel Takeshi Wienand über diese Auszeichnung freuen, lässt er sich nichts anmerken. Asiatisch zurückhaltend (Mutter ist Japanerin, Vater Deutscher) nimmt der 33-Jährige auch die Titel zur Kenntnis, die seinem Lokal von diversen Fachmagazinen verliehen werden: zuletzt von den „Ruhrgebiet geht aus“-Machern, die Takeshi in der Rubrik „Around the World“ den Spitzenplatz zuerkennen.

Passion und Profession: Es ist wohl dieses kulinarische Zusammenspiel, das aus dem Koch (er lernte im Edo in Dortmund) einen herausragenden Könner macht. Nach Stationen u.a. in New York und Sydney wurde er mit 25 in Tokio in den Rang eines „Sushi-Chefs“ erhoben. 2006 machte er sich mit dem „Takeshi“ am Südring selbstständig. Vor drei Jahren wechselte er zur Theoderichstraße in Altenbochum. Hier wie dort sind es neben Stammgästen aus ganz NRW immer wieder auch Sushi-Novizen, die die kunstvoll komponierten Fisch- und Meerestier-Spezialitäten, vom Meister in einer offenen Küche zubereitet, genießen. Für Neulinge zu empfehlen: Einsteiger-Sets ab 21 Euro oder das 4-Gang-Menü für 39,50 Euro, das ebenso authentisch wie reichhaltig in die japanische Esskultur einführt.

Alsbald will Takeshi in Bochum erstmals eigene Sushi-Köche ausbilden. Gespräche mit der IHK sind angestrebt. „Da stehen wir in Deutschland erst am Anfang“, sagt er. Die Boom-Branche Sushi verträgt neben ihm sicher noch weitere „Götter“.