Lust auf Lecker

Fragt man italienische Wirte nach der besten Pizza in Bochum, nennen viele die von Sergio – neben ihrer eigenen natürlich...“
Als Lebensmittel-Großhändler und Italien-Fan kennt Herwig Niggemann die Trattorias unserer Stadt wie kaum ein anderer. Umso gewichtiger ist das Lob, das er Sergio Naclerio und seinem Lokal Amalfi zollt.

„Ich bin der erste Pizzabäcker Bochums“, lacht der 62-Jährige. Geboren in einem kleinen Dorf in der Provinz Napoli, erlernt Sergio mit elf Jahren das Pizza-Handwerk. Ein Jahr nachdem sein Bruder Valerio 1967 die erste Bochumer Pizzeria „Vesuvio“ an der Kortumstraße eröffnet, kehrt auch Sergio seiner neapolitanischen Heimat den Rücken und steht als 16-Jähriger am Backofen.

Das tut er bis heute. Zwar nicht mehr an der Kortumstraße. Wohl aber an der Gerberstraße, wo Sergio Naclerio 2009 – nach mehreren Zwischenstationen außerhalb Bochums – mit dem Amalfi an den Start ging. Wer’s authentisch, üppig und lecker mag, kommt hier schnell auf den Geschmack. Vor allem die Pizzen sind ein Gedicht. Sie bieten einen herzhaft-knackigen Genuss: „Das liegt am Original-Mehl aus Italien. Das ist zwar teurer. Aber man schmeckt den Unterschied.“ Stimmt. Und das schon ab 4 Euro.

Die Pizzen, darunter die gute alte Neapolitana nach Familienrezept, sind der tägliche Verkaufsrenner. Ebenso empfehlens- und preiswert indes sind die Pasta-Variationen (ab 6,50 Euro) und Suppen (für 4,50 Euro gibt’s eine XXL-Portion). Etwas tiefer in die Geldbörse greifen Liebhaber von Spezialitäten wie Octopus-Carpaccio (11,50 Euro), die auf der Tageskarte offeriert werden.

Frohnatur Sergio wird im Amalfi von den freundlichen Mitarbeiterinnen Carmen, Angela und Victorio in der Küche unterstützt. Das Quartett bewirtet besonders viele italienische Gäste. Eine bessere Referenz kann eine Pizzeria kaum vorweisen.