Lust auf lecker

Eine opulentere Karte dürfte in der Bochumer Gastronomie kaum zu finden sein: 800 Gerichte offerieren die drei Schwestern Attianese in ihrer Trattoria La Bufala an der Dorstener Straße.

Papa legte das Fundament. Der aus Neapel stammende Marco Attianese hatte das Lokal an der Ecke Nordring 2009 eröffnet: „schon damals mit dem Ziel, uns Töchter nach und nach die Verantwortung zu übertragen“, sagt Valentina (25). Der Plan wurde alsbald umgesetzt. Während Vater sich auf seine Gastronomie-Zulieferfirma konzentrierte, stiegen nach Valentina auch Sandra (24) und Laura (20) in den Familienbetrieb ein. Inzwischen schmeißen die ebenso hübschen wie klugen Schwestern den komplett Laden allein. Mit Herzblut. Mit Charme. Und mit großem Sachverstand.

Wer in das gemütliche Restaurant mit seinen 60 Plätzen einkehrt, genießt die neapolitanische Esskultur in vollen Zügen. Zuvor muss er sich allerdings durch die Speisekarte kämpfen – „womit manche Gäste überfordert sind“, gesteht Laura Attianese. Doch keine Bange: Sie und ihre Schwestern bahnen gern den Weg durch das Labyrinth und äußern Tagesempfehlungen. Erste Wahl: Spezialitäten vom Büffel, der der Trattoria ihren Namen gegeben hat. Als herrlich milder Mozarella, auf der knackig-knusperigen Pizza, als Burger und würziges Hacksteak oder als sich barmherzig türmender Grillteller: Wer den zarten, unaufdringlich schmackhaften Büffel mag, wird authentisch bedient – und pappsatt. Empfehlung: Mit der Familie oder Freunden kommen, vielfältige Gerichte bestellen – und italienische Lebensart genießen.

Die gibt’s auch zum Mitnehmen. An einer Frischetheke werden Salami, Käse, Weine, Feinkost und mehr aus Neapel bis 20 Uhr angeboten.

Derweil planen die Schwestern, die XXXL-Karte alsbald auszudünnen: „allerdings nur ein wenig, auf vielleicht 600 bis 700 Gerichte. Papa möchte, dass die Gäste weiter eine große Auswahl haben.“