Loveparade in Bochum abgesagt
16.01.2009 | 08:17 Uhr 2009-01-16T08:17:00+0100
2009 wird es keine Loveparade in Bochum geben. Der Veranstalter, die Berliner Lopavent, hat die Veranstaltung abgesagt. Nicht nur, weil die geeignete Strecke fehlte - sondern vor allem, weil der Bochumer Hauptbahnhof als zu klein gilt.
Es wird in diesem Jahr definitiv keine Loveparade in Bochum geben. Der Sprecher des Veranstalters, der Berliner Lopavent GmbH, bestätigte jetzt die jüngsten Gerüchte. Er wird auch keine Ersatzveranstaltung in einer anderen Stadt geben. Hintergrund für die Absage ist eine Erklärung der Stadt Bochum, dass die vorhandene Infrastruktur der Stadt nicht dazu ausreiche, die erwarteten Besuchermassen zu bewältigen.
Zudem gebe es zur Zeit umfangreiche Bauarbeiten der Deutschen Bahn, was zur Folge gehabt hätte, „dass nur ein Teil der erwarteten Besucher tatsächlich zur Veranstaltung gelangen würde”. Bahn-Sprecher Gerd Felser machte deutlich, dass die Bahn im vergangenen Jahr in Dortmund auf vier verschiedene Bahnhöfe zurückgreifen konnte, um die rund 1,6 Millionen Besucher termingerecht an den Veranstaltungsort zu transportieren: „Das wäre in Bochum schwieriger geworden”, sagte Felser.
Ungeahnte Größe
Dazu erklärte Loveparade-Chef Rainer Schaller: „Die Metropole Ruhr hat der Loveparade zu einer ungeahnten Größe verholfen. Wir werden jetzt die Zeit nutzen und die kommenden Städte eingehend prüfen, um bei Ruhr 2010 wieder dabei zu sein.” Bochums Oberbürgermeisterin Dr. Ottilie Scholz bedauerte die Entwicklung: „Bochum hätte sich gerne als Veranstaltungsort für die Loveparade 2009 profiliert.” Es habe jedoch nach intensiver und mehrfacher Prüfung keine Alternative dazu gegeben, die Veranstaltung abzusagen.
Die Lopavent GmbH wollte auf dieser Basis nicht mehr am Veranstaltungsort Bochum festhalten. Unter diesen Rahmenbedingungen sei eine Loveparade, wie sie in den letzten beiden Jahren erfolgreich im Ruhrgebiet stattgefunden hat, nicht mehr möglich. Vor allem, weil der Veranstalter wegen des 20-jährigen Jubiläums der Loveparade in diesem Jahr mit einem ähnlichen Ansturm wie in den beiden Vorjahren gerechnet hätte.
Raver geben im Schnitt 95 Euro aus
Noch am Mittwoch hatte es in Bochum einen Krisengipfel gegeben. Vertreter von Bahn, Verkehrsverbund, Stadt, Polizei, Feuerwehr hatten sich getroffen, um doch noch eine Lösung zu finden. Aus Teilnehmerkreisen verlautete, dass es bei dieser Runde noch nicht einmal eine Einigung über einen bestimmten Streckenverlauf für die Loveparade gegeben habe.
Bei der letzten Veranstaltung in Dortmund reisten im vergangenen Jahr rund 1,6 Millionen Techno-Jünger aus der ganzen Welt an, um ein rauschendes Fest zu feiern. Immerhin 1,2 Millionen Menschen kamen im Jahr davor zu dem Megaereignis nach Essen. Turnusmäßig wären im nächsten Jahr Duisburg und 2011 Gelsenkirchen an der Reihe gewesen. Die Bochumer Wirtschaft und der Handel hatte sich nach anfänglichem Zögern positiv in Erwartung der Loveparade geäußert. Kein Wunder, geben doch die Raver im Schnitt 95 Euro pro Person für Lebensmittel, Unterkunft und Nahverkehr aus. Bei 1,2 Millionen Besuchern macht das immerhin 114 Millionen Euro aus, eine Summe, die für die Region Bochum sicherlich einen Schub bedeutet hätte.
Trotzdem hofft Hanns-Ludwig Brauser, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung metropoleruhr, dass „die Loveparade der Region erhalten bleiben wird”.
Thema:

09:42
Gott sei Dank hat Bochum abgesagt, sonst hätten wir hier die Tragödie von Duisburg gehabt.
Mein Beleid an all die Betroffenen .....
14:54
Traurig. Vielleicht hätte Duisburg nach der Absage von Bochum direkt an GE weitergeben sollen...
13:56
Wie sich jetzt leider herausgestellt hat: Alles richtig gemacht. Kompliment fuer diese mutige und richtige Entscheidung.
16:58
Mach mal schnell,die loveparade platz finden,da million raver freuen und mal richtig abtanzen:wenn politer sagt einmal auf A40 abtanzen,soll auch einverstanden.
14:12
moin moin,
hier aus bochum - loveparede kann statt finden-
macht mal bitte ne emial/telefonkette mit leuten die dranteil nemen sollen - 1mal im jahr kann die loveparade weltweit stattfinden rund um die welt - also weltweit wie ein feiertag an dem immer wieder freundliche musik gespielt wird - könnt von meiner musik www.hp22.de/mceasywe neue tracks machen in anderen sprachen und styles - peace
mc easywe - bochum 2009
freundliche organisation ist alles fruendliche in allen sparchen
12:34
Diese Stadtverwaltung hat noch einiges mehr versemmelt. Schönes Beispiel: Die Radverkehrsnetzplanung in Bochum. Seit Jahren wird eine Autovorrang-Politik betrieben, dass es nur so kracht - siehe Situation am Hauptbahnhof und die dortige Fahrradstation mit einer seit einem Jahr nicht funktionierende automatische Zugangskontrolle. Die Verantwortung für dieses Desaster trägt eindeutig die Stadt, denn die hat die Anlage bestellt und kümmert sich seither definitiv nicht um eine Inbetriebsetzung. Bezeichnend ist auch der etwa 20 Jahre alte Ratsbeschluss, auf dem Innenring rund um die Innenstadt keinen Radverkehr fördern zu wollen.
Ich hoffe inständig auf einen Wechsel in der Stadtverwaltung nach der nächsten Kommunalwahl. Die derzeitige Opposition hat in Sachen Radverkehr auch nichts vernünftiges zu bieten, aber immerhin dürfen sich die alten SPD-Bammelsäcke gegenüber der Regierungsbank wiederfinden. Mit jüngeren Leuten kann man dann wieder konstruktive Politik in Bochum machen.
20:48
Und Wittke hat die Gelegenheit genutzt. (Siehe Kommentar Nr. 1.) Man muss kein Hellseher sein, um die Reflexe dieses pressegeilen Ministers zu erahnen. Ihren ebenfalls peinlichen Fehler (Loveparade 2008 fällt aus) hat die WAZ nun kommentarlos bereinigt.
19:06
Managertypen wie Gräfingholt? Oh Gott ! Der ist doch genauso provinzlich wie alle anderen Bochumer Politiker auch...
17:24
Abwahl!
Es gab andere Studien:
Ins Gespräch kam dabei etwa hinter verschlossenen Türen auch die Überlegung, 170 Gelenkbusse aus dem ganzen Ruhrgebiet zusammenzuziehen, um die Besucher zum Ende des Festivals in andere Städte zu fahren und so den schwächelnden Hauptbahnhof bei der Abreise zu entlasten. U-Bahnen sollten ohne Zwischenhalt von Bochum nach Herne brausen. Busse und Bahnen nach Wanne-Eickel.
15:50
Crossborder, Loveparade, Boulevard , Straßenplanung (wie Dorstsener, Herner mit Fahrradwegen fast keiner fährt, aber mit zig Ampeln) - alles anfängerhafte Fehler. Da entscheiden Leute ohne Erfahrung. Da arbeiten Leute bei der Stadt jahrelang z.B. an der Loveparade. Mit welchen Geldern werden die Chaoten bezahlt? Es wird Zeit, daß sich in BO endlich was tut. Managertypen - wie Gräfingholt - sind gefragt. Die anderen sitzen da nur mehr rum, weil man ein rotes Partei-Buch hat. Und dürfen sich Fehler nacheinander erlauben. Unbestraft. Bis zur sicheren, guten Rente.