Logistik soll auf Opel-Fläche möglich werden

Passend gemacht werden soll der Bebauungsplan Nr. 947, das Areal des Opel-Werks I, vor dem Hintergrund der angekündigten Ansiedlung durch die Deutsche Post DHL. Sie hatte Mitte 2014 mit der Adam Opel AG eine Absichtserklärung für den Kauf von etwa 15 der 70 Hektar Fläche unterzeichnet und möchte es im Sommer von der Entwicklungsgesellschaft Bochum Perspektive, an die Opel das gesamte Areal überträgt, erwerben. Der Haken daran: Im Anfang 2013 beschlossenen Bebauungsplan waren unter anderem reine Lager- und Logistiknutzung ausgeschlossen worden, um zu verhindern, dass auf einer großen Fläche nur wenig Beschäftigung entsteht. Dies nämlich würde einem der zentralen Ziele der Neuerschließung zuwiderlaufen.

Die Verwaltung hat nun eine Beschlussvorlage erarbeitet, in der von Logistik mit möglichst hoher Wertschöpfung die Rede ist, eine „reine Lagernutzung“ sei abzulehnen, und von der eine Dichte von mindestens 35 sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen je Hektar erwartet wird. DHL hatte angekündigt, 600 sozialversicherungspflichtige Stellen zu schaffen und läge über den mindestens erforderlichen 525 Arbeitsplätzen für 15 Hektar. Ausnahmen sollen möglich sein, falls es zu Synergieeffekten mit anderen Firmen kommen sollte. Als Standort in Frage kommen für Logistik-Firmen, die nicht mehr als 25 Prozent der bebaubaren Fläche einnehmen sollen, der südliche Bereich sowie unter Umständen im Westen die Fläche des ehemaligen Lkw-Parkplatzes am Nordhausen-Ring.