Südbad-Mitarbeiter verzichten auf freien Tag

Das Südbad in Linden Foto: Karl Gatzmanga
Das Südbad in Linden Foto: Karl Gatzmanga
Foto: WAZ
Was wir bereits wissen
Während der Schulferien soll das Freibad bei gutem Wetter ab sofort auch montags geöffnet sein. Wolfgang Horneck (CDU) nennt die Kritik der Politiker an der tageweisen Schließung aus Spargründen „scheinheilig“.

Linden..  Viele enttäuschte Gesichter gab es am vergangenen Montag: Trotz Sonnenschein blieb das Südbad zu (die WAZ berichtete). Das soll in der Ferienzeit nicht noch einmal passieren. Die Beschäftigten aller städtischen Freibäder – so auch die des Lindener Südbades – haben sich dazu entschieden, auf ihren freien Tag zu verzichten, wenn die Sonne und damit der Sommer sich wieder ankündigen. Geöffnet ist das Südbad während der Ferien dann montags von 12 bis 20 Uhr.

Mit Blick auf die Wetterprognose soll jeweils am Freitag darüber entschieden werden, ob das Freibad am Montag geöffnet ist. Darüber gibt es genaue Auskunft auf der Internetseite der Stadt (www.bochum.de) sowie einen Aushang am Bad. Außerdem kann man sich über die Hotline 08 00/ 426 42 60 aus dem Festnetz kostenlos informieren. Aktuell wird die Regelung erstmals am Montag, 6. August, greifen.

Dies allerdings nur während der Sommerferien. Ab dem 22. August bleibt alles wieder beim Alten. In der Verwaltung soll aber weiter an Möglichkeiten für eine dauerhafte Lösung gearbeitet werden. Der Vorsitzende der Freunde des Südbades, Peter Reinirkens (SPD), ist optimistisch: „Wir werden darauf drängen, dass die Regelung noch für den ganzen Sommer dieses Jahres greift. Denn auch der September kann ja noch sommerlich werden.“

Kritik der Politiker empört Wolfgang Horneck

Dass die Freibäder während der Ferien an einzelnen Tagen geschlossen sind, hat bei einigen Politikern für Unverständnis gesorgt. Das kann Wolfgang Horneck (CDU), Vorsitzender des Fachausschusses für Kultur und Sport, nicht verstehen. „Die Koalition hat die Verwaltung mit ihren Beschlüssen zur Haushaltssicherung in diese Situation gebracht“, meint er. „Die Unflexibilität der Verwaltung jetzt zu bedauern, ist mehr als scheinheilig.“