Selbst im Dunkeln gut munkeln
24.11.2010 | 15:19 Uhr 2010-11-24T15:19:00+0100
Weitmar. 9. Spieletag des Evangelischen Jugendpfarramtes in Weitmar stieß wieder auf ein Riesenecho bis in die Nacht
Toben im Spieleraum, Gruseln bei Nachtspielen, Brettspiele ausprobieren oder bei Workshops neue Spielmöglichkeiten kennenlernen: der inzwischen 9. Bochumer Spieletag des Jugendpfarramtes - Motto „Spielen bis in die Nacht“ - hielt wieder ein umfangreiches, Generationen übergreifendes Programm für die Besucher bereit. Diese kamen zahlreich ins Gemeindehaus in Weitmar. „Schon um 15 Uhr (Beginn war um 14 Uhr) hatten wir über 140 Gäste allein im Bereich Brettspiele“, freute sich Jugendreferent Wilfried Maier. Weitere rund 30, meist jüngere Besucher spielten da schon mit den Jugendmitarbeitern der Kirchengemeinde , Bianca, Jens und Max, Kreisspiele im Kellerbereich. Der Besucherandrang hielt auch noch danach an, sodass insgesamt etwa 300 Gäste da gewesen sein dürften. Erst gegen 19 Uhr wurde es weniger.
Die Besucher waren außerdem hoch zufrieden. „Wir finden es toll, dass man hier in Ruhe Spiele ausprobieren kann“, freuten sich Daniela und Michael Ehrlich, die zusammen mit Sohn Christian inzwischen zum dritten Mal kamen. Sie probierten dabei nicht nur neue Spiele wie etwa „Stonehedge“ aus. Sie kauften auch gebrauchte Spiele beim zeitgleich stattfindenden Spieleflohmarkt des Mitveranstalters Spieleclub Hippodice. Die Mitglieder betätigten sich auch als fleißige Spieleerklärer. „Wir brauchten so nicht lange die Anleitung zu lesen, sondern konnten gleich anfangen“, schilderte Michael Ehrlich, der ansonsten auch die Atmosphäre angenehm fand.
Olaf Trilk, der mit seiner 5-jährigen Tochter Wenke da war, stieß in dasselbe Horn. Ob „Vampire der Nacht“ oder „Taktik“, die Spieleerklärer halfen schnell bei Unklarheiten. Wenke fand es außerdem spannend, im Keller zu toben. „Feuer, Wasser, Blitz war toll“, strahlte sie auf die Frage, was sie am schönsten fand. Die 16-jährigen Jugendlichen Kirstin, Nikolaus, Marvin, Philipp, Ramin und Timm von der Engelbert-Schule waren wiederum mit großer Ausdauer dabei, stundenlang mit wachsender Begeisterung das komplexe Spiel „Sherwood“ (Robin Hood läßt grüßen) auszuprobieren. Kein Wunder: die sechs treffen sich ein Mal die Woche zum Spieleabend.
Am Abend stiegen dann die eigentlichen Nachtspiele. Jugendmitarbeiterin Janina und drei weitere Kollegen luden zum Gruselparcours und Rollenspiel „Pfad des Grauens“ ein. Knicklichter und Schwarzlicht kamen dabei trefflich zum Einsatz. Bei der Spielewerkstatt Rhinozeros von Wolfgang Bort hieß es wiederum „im Dunkeln gut munkeln“.
Wilfried Maier, Stefan Borgschulte und Claudia Kühnemundt vom Jugendpfarramt organisierten den Spieletag. Weitere Kooperationspartner waren - außer Hippodice - die Volkshochschule sowie die evangelische Ortsgemeinde. Die brachte ihr Haus und mehrere aktive Mitarbeiter ein. Im November 2011 gibt es den 10. Spieletag, blickte so mancher der Besucher beim Abschied schon nach vorn.

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