Selbst das Stimmen passt hinein
14.04.2010 | 18:09 Uhr 2010-04-14T18:09:00+0200
Dahlhausen. Trio präsentiert stimmige Improvisationen zur Weltreise der Musik im Bahnhof
Drei Musiker boten erstklassige Unterhaltung im „Haus der Kulturen Ruhr“ in der Eingangshalle des Bahnhofes Dahlhausen unter dem Motto „Modern Indian Touch“. Inspiriert durch indische Ragas, Jazz, europäische Klassik und freie Improvisation ergab die Weltreise der Musik eine ungewöhnliche Mischung der Kulturen. Zum engagierten Trio gehörten Edmund Held (Trompete, Flügelhorn, Didgeridoo), Johannes Bödecker (Gitarre) und Tobias Bülow (Bausuriflöte, Gu Zheng, Tabla). Sie hatten sich in Essen und Bochum kennen gelernt und vor dem Auftritt in Dahlhausen nur zwei Mal zusammen gespielt.
Ihre Musik entsteht auf eine ganz spontane Art und erhält dadurch einen lebendigen, mitreißenden, leichten Charakter. Bülow stellte zu Beginn das Trio vor und prophezeite „Was passiert, wissen wir selbst nicht.“ So gelang die Überraschung gleichermaßen für die Musiker wie für die Besucher. Es wurden keine „Stücke“ geboten, alles war Improvisation. Selbst das Stimmen der Gitarre geschah so nahtlos am Ende, als gehöre es ebenso zum Ausklang der freien Gestaltung. Blickkontakte des Trios untereinander stellten die Abstimmung her. Edmund Held drückte seine Stimmung so aus: „Ich spüre eine tiefe Zufriedenheit in mir, obwohl draußen Unruhe herrscht.“
Zufrieden zeigten sich auch die Besucher und spendeten viel Beifall. Reinhard Kreckel vom Veranstalter Prokulturgut.net kündigte an, eine Fortsetzung dieser in der Zwischenzeit immer beliebter gewordenen Veranstaltungen in der „One World Station“ sei geplant. Die zunehmende Zahl der Besucher zeigt, das diese Form der Musik gut ankommt.

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