Reger Austausch der Kulturen
14.01.2020 | 11:00 Uhr 2020-01-14T11:00:00+0100
Dahlhausen. Traditionelles Zuckerfest zum Ende des islamischen Fastenmonats im IFAK-Stadtteilzentrum
Am Ende des Fastenmonats Ramadan wurde im Mehrgenerationenhaus der IFAK schon traditionell das Zuckerfest gefeiert. Bei dieser interkulturellen Veranstaltung trafen sich katholische, evangelische Christen und Muslime, um mehr von-einander zu erfahren und sich auszutauschen.
Friederike Müller, Leiterin des IFAK-Hauses, begrüßte die zahlreichen Gäste und verwies auf die vielseitige und erfolgreiche Arbeit im Mehrgenerationenhaus, die der Integration dient, „denn hier in Dahlhausen lebt man mit unterschiedlichen Kulturkreisen zusammen, mit dem Ziel, keine Keile zwischen die Religionen zu treiben“. Die deutsch-türkischen Übersetzungen übernahm hilfreich Hafize Cakar.
Passend zum Fest spielte Hoça Ridvan Korkut auf seiner Rohrflöte religiöse, weltliche aber auch klassische Melodien und beschrieb auch das Instrument aus Bambus. Das Mundstück stammt vom Büffelhorn, „damit ein sauberer Ton entsteht“. Es ist sehr schwierig das Spiel zu erlernen, meist werden dafür zwei Jahre gebraucht. Hoça Korkut bot an, Unterricht zu erteilen. Auch die Bedeutung und Dauer der Fastenzeit erklärte Korkut. Im Koran finde sich kein Hinweis, dass Kriege gegen Zivilpersonen geführt werden sollen. Die Muslime bedauerten den Anschlag vom 11. September in New York. Die rege Diskussion wurde noch beim reichhaltigen Frühstück intensiv fortgesetzt. Die insgesamt munteren Musikdarbietungen passten gut zum Ende des Ramadan und setzten die IFAK-Veranstaltungsreihe des „Interreligiösen Dialogs“ fort. Im Oktober soll ein Besuch der Jüdischen Synagoge in Bochum stattfinden.

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