Nikolausmarkt schlägt prima ein
08.12.2008 | 15:06 Uhr 2008-12-08T15:06:00+0100Auf Anhieb machten 15 Aussteller und Händler mit kreativen Angeboten mit.
Linden. Ingesamt 27 Besuche hat der Nikolaus auf Einladung der Werbegemeinschaft absolviert, aber jedes Mal löste sich die vielköpfige Besucherschar bisher schnell wieder auf. Das gab dem neuen Aktionsausschuss der Werbegemeinschaft zu denken. Jetzt nahm er eine Idee auf, die der Pastor von Liebfrauen, Detlef Kuhn, schon seit drei Jahren angesprochen hatte: Er wollte zum Nikolausbesuch an zwei Tagen einen kreativen Markt auf dem Platz einrichten, den 1991 der Architekt Bernhard Kleine-Frauns gerade für solche Aktionen entworfen hatte. Und das nicht nur für die Gemeinde und ihre Verbände. Seit gut zwei Jahren stellte die Werbegemeinschaft fest, dass sich in Lindens Mitte ein neuer Mittelpunkt für viele Veranstaltungen nutzen lässt.
Zum Nikolaustag sind die Planer nun erstmals auf die Idee eingegangen. Der Nikolaus aus Oberdahlhausen hat beste Gesellschaft gefunden. Erstmals fand am Samstag und Sonntag ein kreativer Handwerkermarkt auf dem Platz statt. Beatrice Bark aus Hattingen, die Märkte an vielen Orten organisiert, ist es gelungen, mehr als 15 Aussteller nach Linden zu holen, die alle besondere handwerklichen und künstlerischen Ansprüche hatten, kein Kitsch, kein Ramsch. Das beeindruckte die Besucher, die bei trockenem Wetter den Platz durchgängig an beiden Tagen besuchten. Vor allem vor und nach den Gottesdiensten herrschte Hochbetrieb. Auch die Vereine der Gemeinde gesellten sich mit ihren Ständen dazu, dazu waren einige Händler in den unteren Räume des Pfarrzentrums untergekommen.
Großer Empfang auf dem Kirchplatz
Unter Glockengeläut und Liedern des Kolpingchores zog der Nikolaus vor das erhöhte Hauptportal der Kirche. Mit dem bekannten „Nikolaus, komm in unser Haus”, hatten ihn Chor, Kinder, Eltern und Großeltern auf der Westseite empfangen. Über 400 Kinder waren wieder da. Gemeindemitglied Gisbert Frömgen, über 15 Jahre selbst der Nikolaus, begrüßte ihn im Namen der Gemeinde und der Werbegemeinschaft mit einem historischem Rückblick und Zukunftswünschen. Der Heilige Mann in seinem Bischofsgewand mit goldenem Stab und farbiger Mitra suchte umgehend das Gespräch mit den Jungen und Mädchen. Lieder und Gedichte wurden vorgetragen. Der Kolpingchor, der den Empfang mit gestaltete, hat hier eine neue Aufgabe gefunden. Im nächsten Jahr gibt es sogar eine eigene Lautsprecheranlage. Dafür, so versprachen Stefan Rodemann und Karl-Heinz Schulte, werde die Werbegemeinschaft sorgen.
Anschließend machte sich der Nikolaus auf den Weg über den Kirchplatz. Er ging von Stand zu Stand und begrüßte die Kunsthandwerker und Aussteller aus Dortmund, Recklinghausen, Bonn, Soest, Krefeld, Haltern und natürlich auch aus Bochum und Hattingen. Der Stand für das Kamuli-Missionshospital in Uganda fand sein besonderes Lob. Er überzeugte sich auch davon, dass das Team von Bernd Kruse und der Pizzeria Don Remmo von Werner Wiegand sich mit Grünkohl, Gulaschsuppe und weiteren Leckereien um das leibliche Wohl der Gäste kümmerten. Kfd, Bücherei und Kolpingsfamilie und die Messdiener hielten Kaffee, Kuchen und Glühwein bereit. Großes Lob gab es für Firmanden im Inneren. Ihre Kerzen, die selbstgestalteten Weihnachtskarten und Blumenangebote mit dem Erlös für soziale Zwecke fanden rege Nachfrage.
Fortsetzung folgt
Pastor Detlef Kuhn, an den beiden Tagen mehr draußen als drinnen, und die Werbegemeinschaft sind sich einig: Diese Gestaltung des Nikolausfestes wird es jetzt jedes Jahr geben. Der dritte verkaufsoffene Sonntag - 2009 am 6. Dezember - ist für den „2. Lindener Weihnachtsmarkt” fest eingeplant. Alle Händler zeigten sich sehr zufrieden, und baten darum, im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder dabei sein zu dürfen: „Es hat uns prima gefallen.”
GMF

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