Neuorientierung im Mittelpunkt
25.01.2012 | 14:39 Uhr 2012-01-25T14:39:00+0100
Linden. Evangelische Gemeinde behält ihr Zentrum und saniert die Christuskirche: Spenden, Sponsoring und Zuschüsse nötig
„Der Verkauf unseres Gemeindehauses am Poter ist vom Tisch. Die Christuskirche werden wir im Verlauf des Jahres für unsere verschiedenen Gottesdienste und die Gemeindearbeit instand setzen.“, diese gute Zukunftsperspektive für die beiden zentralen Gebäude der Kirchengemeinde Linden stellte Pfarrer Rolf Schuld aktuell vor.
In der Adventszeit informierte das Presbyterium bereits die Gemeindemitglieder handfest darüber, indem an alle Interessierten eine 16-seitige Broschüre zur Sanierung und Renovierung der Kirche verteilt wurde. In dieser merkte die Gemeindeleitung zum 1983 errichteten Gemeindehaus an (Tenor), dass die aktuellen Mieteinnahmen die finanziellen Beiträge einbrächten, die für den Erhalt des Gebäudes für die Gemeindearbeit notwendig seien.
Vor gut fünf Jahren sah das noch ganz anders aus. „Wir befassten uns mit dem Verkauf des Hauses aufgrund der unsicheren Haushaltslage der Gemeinde“, erinnerte sich Schuld. Die Gemeindeleitung entwickelte deshalb damals in Zusammenarbeit mit einem Architektenteam ein Konzept, alle Gemeindeaktivitäten in einer umgebauten Kirche unterzubringen. Das wird nun nicht mehr benötigt: das Gemeindehaus bleibt mit einem großen Saal, einer Cafeteria und einem Sitzungsraum ein wichtiger Standort. „Die jährlichen Kosten für den Gebäudeunterhalt in Höhe von 20 000 Euro bekommen wir gut durch laufende Mieteinnahmen von der unteren Etage sowie durch das Angebot zum „Beerdigungskaffeetrinken“ zusammen“, betonte der Seelsorger.
Die Kirche wird von innen und außen für etwa 350 000 Euro „überholt“. „Unser Schwerpunkt liegt bei energetischen Maßnahmen, um von den hohen Heizkosten von 10 000 Euro pro Jahr herunter zu kommen“, geht Schuld ins Detail. Derzeit wird noch an einem Heizungskonzept getüftelt. Klar ist: Die Fenster müssen isoliert und die Innendecke gedämmt werden, da dort aktuell viel Wärme entweicht.
Zwei neue Gemeinderäume unter der Empore gibt es ebenfalls. Das unterstützt einerseits die Wärmedämmung, indem eine Luftschleuse zum Hauptausgang geschaffen wird. Zum anderen werden damit fehlende Räumlichkeiten im Gemeindehaus ersetzt und in der Kirche ist noch regelmäßiger etwas los.
Weitere Reparaturen sind im Konzept enthalten. So werden unter anderem die Dächer über der Sakristei und dem Anbau abgedichtet und die Elektroinstallationen weitgehend erneuert. Hinzu kommen ein neuer Innenanstrich, ein neuer Fußbodenbelag sowie Pflasterarbeiten auf dem Vorplatz.
Das neue Presbyterium, das am Sonntag, 4. März, ins Amt eingeführt wird, muss damit in diesem Jahr der Hauptkirche für die 5 500 Gemeindemitglieder viel Aufmerksamkeit schenken. Das gilt auch für die Finanzen. Durch den Bauverein für die Kirche sowie durch Spenden kamen zwar schon 220 000 Euro zusammen. Ein Fehlbetrag in Höhe von 130 000 Euro muss noch durch Spenden, Sponsoring sowie öffentliche Zuschüsse ausgeglichen werden.
Eine Projektgruppe plant Aktivitäten zu Gunsten der Christuskirche. Ideen für Aktionen und Hinweise auf potenzielle Geldgeber sind willkommen. Kontakt: Presbyter Bernd Hartung (0234/410896), Hermann Haltern, Vorsitzender des Bau- und Finanzausschusses (0234/491420), sowie bei Pfarrer Rolf Schuld (0234/492242).
Spenden werden erbeten unter Evangelische Kirchengemeinde Bochum-Linden, Sparkasse Bochum (BLZ 43050001), Konto: 5404736. Oder: Bauverein Christuskirche Linden e.V., Sparkasse Bochum (BLZ 43050001), Konto: 5407358.

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