Mehr Platz für Kinder
26.05.2010 | 17:35 Uhr 2010-05-26T17:35:00+0200
Dahlhausen.Anbau an der KiTa der AWo am Chursbusch schafft Raum für die Wölkchengruppe unter drei Jahren
„Einer hat immer die Buchse voll, da gewöhnt man sich dran“ – Monika Emsinghoff, die Leiterin der AWo-Kindertagesstätte am Chursbusch, steht von Kindern der Wölkchengruppe umringt im Flur. Einige ziehen sich Schuhe an, andere schauen einfach nur neugierig zu. „Das ist das neue Bad“, Emsinghoff deutete in einen praktisch eingerichtet Waschraum. Daran schließen sich ein Schlafraum mit zehn kleinen Bettchen, ein Raum für Einzelbetreuung und schließlich der Hauptraum an.
Liebevoll eingerichtet vom Aquarium bis zur kindergerechten Toilette werden seit Dezember 2009 zehn Kinder ganztägig in diesen neuen Räumen betreut, die gerade offiziell eingeweiht wurden.
Zwei Vollzeit- und eine Teilzeitkraft betreuen hier nun 45 Stunden in der Woche Kinder unter drei Jahren. „Als die Fertigstellung des Anbaus bekannt wurde, schnellten die Anmeldungszahlen in astronomische Höhen“, berichtet Emsinghoff. Leider konnte die KiTa keine neuen Kinder aufnehmen, denn die angemieteten Räume in der Förderschule an der Lewacker Straße wurden geschlossen, die Kinder zogen samt Betreuer um in den neuen Anbau. „Wenn das Geld da wäre, könnten wir allein vom Bedarf her drei Gruppen mehr aufmachen“, schätzt Emsinghoff. Aber das Geld ist nicht da.
Schon allein für den 240 000 Euro teuren Anbau musste die AWo 60 000 Euro selbst aufbringen. Zusätzlich engagierten sich auch die Eltern finanziell. Und so gab es bei den Eröffnungsreden nicht nur positive Töne. „Durch das Kinderbildungsgesetz (KiBiz) ist zwar mehr Geld im Betreuungssystem, es kommt aber weniger bei uns an“, schildert etwa Klaus Bittner, der Betriebsleiter der Kindergartenwerke der AWo Ruhr-Mitte. Und so stehe die Finanzierung der Kindergärten leider noch auf wackeligen Füßen.
Die Kinder dagegen feierten den Tag völlig sorgenfrei. Nach den ersten Reden sangen die Kleinen zusammen mit ihrem Maskottchen „Lucy“ – einer rothaarigen Handpuppe. Bei strahlendem Sonnenschein, Kuchen und Saft gab es ein buntes Fest mit Luftballons, einer Hüpfburg, Schminken und sogar einem Stelzenläufer. „Bei so einem Wetter brauchen wir die Räume natürlich nicht“, gibt Emsinghoff zu. Später besichtigten Bezirksbürgermeisterin Doris Erdmann, SPD-Landtagsabgeordneter Thomas Eiskirch und der Fraktionsvorsitzende der SPD im Bezirk, Marc Gräf noch den neuen Bau.

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