"Lindwurm" wartet auf das Startsignal
11.02.2010 | 08:00 Uhr 2010-02-11T08:00:00+010043 Wagen und Fußgruppen im großen Rosenmontagszug auf der Hattinger Straße, Bühne vor der Liebfrauenkirche.
Linden. Die Organisatoren können sich entspannen, die Vorarbeiten für den Rosenmontagszug sind abgeschlossen. Werbegemeinschaft, Polizei, BoGeStra, Ordnungsamt und Jugendamt haben ihr Konzept für den Zug und die Marktplatz-Party stehen. Wenn man die Polizeifahrzeuge vorne mit dem Wachleiter Horst Grewe und den Wagen des USB hinten mitzählt, dann sind diesmal 43 Wagen und Fußgruppen dabei.
Die Zusage des WDR liegt ebenso vor wie von Radio 98,5, das wieder mit einem eigenen Wagen dabei ist. Für die musikalische Gestaltung sorgen wieder „Die Schlappen Lappen”, der Fanfarenzug der Ruhrlandbühne mit allen Gruppen des Vereins und das Musik-Korps Grün-Weiß aus Dahlhausen. Auf dem Platz vor der Liebfrauenkirche wird die Bühne der Bezirksvertretung wieder ihren gewohnten Platz finden. Bezirksbürgermeisterin Doris Erdmann wird auch wieder die Oberbürgermeisterin Dr. Ottilie Scholz begrüßen, die am Sonntag mit viel politischer Prominenz von Thomas I. auf der 4. närrischen Sitzung von Kolping erwartet wird. Aber weil hier Platzmangel herrscht, wird der erste Teil mit vielen „Ehrennarren” schon am Samstag erwartet.
Am Rosenmontag übernehmen die Moderation auf der Bühne Willi und Peter Gellermann traditionell. Sie kennen jeden Wagen und jede Fußtruppe. Auch der Festausschuss Bochumer Karneval mit Bernd Lohof an der Spitze wird hier zu sehen sein. Einige Wagen sollte man sich besonders merken. Das ist der Wagen der Kolpingsfamilie mit Stadtprinz Thomas I. und seiner Ajutanz und Tanzgarde, der Wagen der Werbegemeinschaft mit dem Motto: „Ob Shopping oder Karneval - Linden lohnt sich allemal” und der Wagen des KKV Constantia mit seinem Prinzenpaar.
Die Zahl der Zaungäste entlang der Meile ist vorab schwer zu schätzen und hängt vom Wetter ab. „Es darf kalt sein und muss trocken bleiben. Nur kein Schmuddelwetter.”, ist der Wunsch vom Vorsitzenden der Werbegemeinschaft Karl-Heinz Schulte, bei dem zum 26. Mal die Fäden zusammenlaufen.
Unter der schon traditionellen Bezeichnung „Lindwurm” hat Simona Koyro für die Werbegemeinschaft außerdem erstmals ein kompaktes Programmheft rund um den Zug gestaltet.
Und ein wichtiger Hinweis der Polizei kommt noch für die Autofahrer: Die Parkplätze auf der alten Schwagerschen Wiese und „Am Poter” stehen zur Verfügung. Aber sie sind nur von der unteren Lindener Straße aus erreichbar. Von oben geht auf der Hattinger Straße nichts, da ist gesperrt, einschließlich der Nebenstraßen.
Um 14 Uhr soll der Zug starten. Der Leiter der Lindener Wache, Horst Grewe mit seinem Team, verstärkt durch die Beamten der Polizeiinspektion Bochum, gibt auf dem oberen Teil der Lindener Straße das Startzeichen. Für sie gilt das Motto: Sicherheit und Ordnung haben Vorrang. Auch später bei der Party auf dem Marktplatz, wo man mit den Vertretern vom Ordnungs- und Jugendamt vor allem Alkoholexzesse von Jugendlichen unterbinden. Auf dem Marktplatz haben Marcus Miebach, der bekannte Oldie der Disc-Jockeys in Linden und der Sänger Lars Vegas ihre Bühne aufgebaut. Klaus Hipler vom Schützenbund hat sich wieder um die Stände gekümmert, die die versorgen werden. Auch die umliegenden Gastronomiebetriebe haben sich auf den Narrenansturm eingestellt.
Ab 13 Uhr ist die Hattinger Straße für den gesamten Verkehr gesperrt. Betroffen sind die Straßenbahnlinien 308/318 sowie die Buslinien 352, 357 und 359. Die BoGeStra geht davon aus, dass die Sperrung bis 19 Uhr dauern kann. In der Zwischenzeit werden die Straßenbahnlinien 308/318 zwischen der Blankenstein- und Lewackerstraße nicht fahren. Sie werden zeitweise durch Busse ersetzt. Die Buslinien 352, 357 und 359 werden umgeleitet. Aber auch hier spielt die Erfahrung der vergangenen Jahre mit. Die Polizei weiß, wann sie wieder „Grünes Licht” für den Verkehr geben kann. GMF

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