„Lichtblick“ setzt neue Akzente
24.01.2011 | 16:02 Uhr 2011-01-24T16:02:00+0100Südwest.Jugendpastorales Zentrum für die Pfarrei St. Franziskus soll Jugendlichen einen neuen Zugang zur Kirche ermöglichen. Und bekommt Gegenwind aus dem Umfeld der Heimkehrer-Dankeskirche – Kabarett-Auftritt musste abgesagt werden.
Den Anfang des Kultur-orientierten Programms des Jugendpastoralen Zentrums im Jahr 2011 sollte eigentlich das Musik-Kabarett-Duo „Ape & Feuerstein“ mit ihrem Programm „Es lebe der König“ am 6. Februar in der Heimkehrer-Dankeskirche machen.
Zum einen weil sie den entsprechenden Raum bietet und zum anderen eben auch eine Atmosphäre, die Gottes Nähe spüren lässt. Die letzte Verantwortung für die Durchführung im Kirchenraum hatte das Bistum Pfarrer Norbert Humberg und den Verantwortlichen der Pfarrei übertragen. Die Entscheidung war positiv. Aber aus dem Umfeld der Kirche kamen kritische Stimmen, die selbst den Bischof erreichten. Der und seine Berater hatten aber nichts gegen das Kabarett in der Kirche einzuwenden. Aber sowohl der Pfarrer als auch das Lichtblick-Team spürten in den jüngsten Wochen sehr starke Kritik mit den unterschiedlichsten Argumenten: Dafür ist eine Kirche nicht da! Und sie zeigten in der Tendenz letztlich an, dass der jugendpastorale Auftrag von Lichtblick vor allem in der Filialgemeinde Heilige Familie noch nicht angekommen ist, während in den anderen Gemeinden die Beurteilung des neuen pastoralen Konzeptes von „Lichtblick“ äußerst positiv ist. Es geht darum, Jugend auf ihrem Weg in die Kirche und damit zu Gott zu begleiten und zu motivieren. Um weiteren unnötigen Diskussionen die Schärfe zu nehmen hat man sich deshalb entschlossen, die Veranstaltung am 6. Februar abzusagen. Für die Karteninhaber, das zeigen die ersten Reaktionen, ist diese Absage schwer nachvollziehbar.
Die Verantwortlichen von „Lichtblick“ bedauern, dass sie zu dieser Entscheidung kommen mussten. Aber man denkt an die pastoralen Zukunftsperspektiven. Und die will man nicht aufs Spiel setzen. Denn „Lichtblick“ ist sich seiner wichtigen Aufgabe . in der gesamten Pfarrei St. Franziskus und vor allem: für deren Zukunft bewusst.
Wenn heute in der katholischen Kirche neben der Glaubenskrise auch von einer Vermittlungskrise gesprochen wird, dann liegt es – und das weiß man inzwischen - daran, dass die Zielgruppen nicht mehr erreicht werden. Eine ganz wichtige Zielgruppe sind junge Menschen. Gemeinden wollen, dass Arbeit mit der Jugend wieder aktiv und produktiv gestaltet wird. Vom Gottesdienst bis zum Kabarett.
Zentrale Bündelung von Angeboten
Seit etwas mehr als einem Jahr ist das Jugendpastorale Zentrum „Lichtblick“ in der Pfarrei St. Franziskus aktiv. Bestehende und neue Angebote sollen gebündelt und zentral beworben werden. Dabei sind die Angebote von „Lichtblick“ immer als Ergänzung zu dem zu verstehen, was in den Gruppen vor Ort läuft. Verortet ist „Lichtblick“ an der Heimkehrer-Dankeskirche in Weitmar. Veranstaltungen finden aber auch in den anderen Gemeinden der Pfarrei statt.Getragen wird die Jugendarbeit von Lichtblick durch ehrenamtliche Jugendliche und junge Erwachsene aus den Gemeinden, die sich regelmäßig zur Programmplanung treffen. Unterstützung erfahren sie durch den Jugendbeauftragten der Pfarrei, Florian Rommert, sowie die Jugendreferentinnen Annette Wachsmann und Claudia Giesen.
„Lichtblick“ ist jetzt nicht nur für den Bereich der Heimkehrer-Dankeskirche zuständig, sondern für alle fünf Gemeinden und zwei Filialgemeinden in der neuen Pfarrei. Das jetzt für Lichtblick tätige Team soll Konzepte erarbeiten, Kontakte knüpfen, Jugend zusammenführen und Ideen umsetzen, damit junge Menschen einen neuen Zugang zur Kirche finden.
Einen Schwerpunkt bilden die spirituellen Angebote. So wird einmal im Monat eine Jugendmesse gefeiert. Auch die Nachtwallfahrt des gesamten Bistums führt im Oktober in die Heimkehrer-Dankeskirche. Gemeinsame Firmtreffen für alle Gemeinden gehören ebenfalls mit zum Angebot. Annette Wachsmann hat den Aufgabenschwerpunkt Schulpastoral übernommen. Lehrende, Schüler und Eltern sollen so einen Kontakt zu Lichtblick bekommen. Der Charakter der Heimkehrer-Dankeskirche legt nahe, dass die Friedensarbeit ein besonderes Thema ist. Das Hochseilgarten-Projekt „Zwischen Himmel und Erde“ in der spirituellen Kulturtankstelle hat vielen jungen Menschen wieder einen Berührungspunkt zur Kirche ermöglicht.
Für 2011 werden neue Schwerpunkte gesetzt. Dabei stehen Ästhetik und Aktion im Fokus. Davon sind Jugendliche heute besonders geprägt. Sie suchen nach dem Sinn des Lebens. Die Angebote von Lichtblick wollen da ein besonderer Baustein sein. Nach dem Kulturhauptstadtjahr soll mit dem Schwerpunkt „Lichtblick Kultur“ im Sinne der Nachhaltigkeit gehandelt werden. Künstler sind eingeladen, ihr Programm zu präsentieren und ihr Können und Wissen mit den Jugendlichen zu teilen. Und auch über 2011 hinaus steht fest: Lichtblick hat einen wichtigen Auftrag für die Zukunft übernommen.

20:25
Klarstellung zu „Absage – Gegenwind für Kultur-Konzept“
Der Kommentar zur Absage trifft nicht den Kern der entstandenen Kritik
und Ablehnung der Kabarett-Veranstaltung in der Heimkehrer-Dankeskirche.
Bei allem Respekt vor den Aktivitäten des Jugendpastoralen Zentrums „Lichtblick“
sollten die Verantwortlichen – und nicht nur die jungen Mitarbeiter – bei ihrer
Planung sehr genau prüfen, welche „Künstler“ verpflichtet werden. Ein Blick
auf deren Internetseiten u.a. mit „Weltenformel“ u. „Tagebuch“ disqualifiziert das
Duo Ape & Feuerstein grundsätzlich ohne Wenn und Aber für ein Engagement -
egal mit welchem Programm. Es wird ein Vokabular verwendet, dass trotz des
fragenden Refrains nichts von seiner Unmöglichkeit verliert. Kabarett im geweihten
Kirchenraum ist ein sehr sensibles Thema – und wäre, von diesen Herren
dargeboten, schlichtweg eine Schande.
Unsere Kirche befindet sich in einer sehr schwierigen Lage. Alle guten Ideen,
auch junge Menschen wieder an den Glauben heranzuführen, kann man nur
ausdrücklich begrüßen und unterstützen. Grenzwertige Kulturveranstaltungen
sollten dabei allerdings frühzeitig besonders kritisch geprüft werden.
Wenn gesagt wird, dass der jugendpastorale Auftrag von Lichtblick noch nicht
in der Filialgemeinde Heilige Familie angekommen sei – muss die Frage erlaubt
sein, woran das wohl liegen mag. Selbstkritische Nachbetrachtung ist meist der
beste Weg zur Optimierung und zum wünschenswerten Dialog mit allen Gemeindegruppen.
19:27
Gegenwind aus dem Umfeld der Heimkehrer Dankeskirche Super kann ich nur sagen! Scheinbar sind doch mal langsam Gemeindemitglieder der EX-Pfarrgemeinde Hl. Familie erwacht und lassen sich nicht weiter fremdbestimmen von der neuen Großgemeinde St. Franziskus. Und Ex-Gemeindemitgliedern der Hl. Familie hat man mit vielen Maßnahmen ziemlich vor den Kopf gestossen. Wir fühlen uns in einer so geführten Grosspfarrei nicht mehr wohl. Es gibt viele Gemeindemitglieder, die in angrenzenden Pfarreien ausweichen. Es heißt im Artikel man will die Jugendlichen Belgleiten im Glauben. Warum fängt man mit der Begleitungnicht bereits bei den ganz kleinen Kindern an. In der Gemeinde Hl. Familie gab es bereits vor Jahrzehnten gute Ansätze der beiden letzten Pfarrer Jägersberg und Schwens. Doch diese guten Ansätze wurden unter Pfarrer Rumberg im Keim erstickt. Ich sage nur ein Beispiel: Früher gab es eine Kinderchristmette in der auch ganz kleine Kinder herzlih willkommen waren.Die gesamte Familie konnte die Hl. Messe zusammen feiern. Dauer ca. 30 - 45 Minuten mit Kommunionausteilung! nter Pfarrer Humbert gab es dann nur noch einen Kinderwortgottesdienst in dem keine Kommunion ausgeteilt wird. Will heißen für eine Familie mit Kindern in unterschiedlichen Altersgruppen, wenn man die Kommunion empfangen will, muss man in die große Christmette gehen, welche ca. 1 1/2 Stunden dauert. Dies wiederum halten kleiner Kinder nicht aus. Also muss ich mit meinen kleinen Kindern Nachmittags in den Wortgottesdienst und mit den größeren Kindern in die Christmette. Dann wiederum kann ich nicht als Familie zusammen den Gottesdienst besuchen, da ja dann während der großen Christmette jemand auf die jüngeren Kinder aufpassen muss. Dass soll also jetzt Familienfreundlich sein???????? Ich sage das ist Familien-Feindlich!!!!! Dies ist also ein Grund warum viele Ex-Hl. Familie Gemeindemitglieder die Messen in anderen Pfarreien, so z.B. in BO-Stiepel besuchen, wo die gesamte Familie willkommen ist!!!!!!! Macht weiterso Ihr Verantwortlichen der Großpfarrei St. Franziskus, dann könnt Ihr bald vor leeren Bänken predigen.
Ich finde es gut wenn mal jemand seine Kontakte zum Bistum Essen hat spielen lassen und man an höchster Stelle mal von der Unzufriedenheit der Gemeindemitglieder Kenntnis nimmt. Vielleicht ändert sich ja dann doch mal was am Denken der Verantwortlichen. man soll die Hoffnung ja nie aufgeben.